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Mordfall Susanna : Ali B. könnte weitere Taten begehen

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Vor Gericht: Ali B. gesteht die Tötung von Susanna. Bild: EPA

Ali B. soll die 14 Jahre alte Susanna vergewaltigt und ermordet haben. Ein Gutachten hat nun festgestellt: Vom mutmaßlichen Täter geht eine akute Gefahr aus.

          Vom Angeklagten im Mordprozess Susanna sind nach Einschätzung einer Gutachterin weitere schwere Sexualstraftaten zu erwarten. „Opfer könnte jedes Mädchen werden“, sagte die Psychiaterin am Mittwoch vor dem Landgericht Wiesbaden. Auch Raub und Körperverletzung seien denkbar. Ali B. kann ihrer Einschätzung nach sein Verhalten steuern und ist einsichtsfähig. Er könnte demnach von der Kammer als schuldfähig angesehen werden.

          Der irakische Flüchtling steht vor Gericht, weil er die 14 Jahre alte Susanna im Mai 2018 vergewaltigt und ermordet haben soll. Der 22 Jahre alte Verdächtige hat gestanden, die Mainzer Schülerin erwürgt zu haben. Die Vergewaltigung bestreitet Ali B.. Die Plädoyers werden für den 2. Juli erwartet. Das Urteil soll am 10. Juli gesprochen werden.

          Besonders gefährlich ist laut Gutachterin, dass Ali B. hochgradig manipulativ vorgehe und ohne Empathie nur seine Bedürfnisse erfüllen wolle. Ob eine Therapie und die Haft sich positiv auf den jungen Mann auswirken könnten, sei nicht sicher. Allerdings sei der Angeklagte noch jung genug, um auf ihn einwirken zu können.

          In ihrem Gutachten hatte die Psychiaterin dem mutmaßlichen Täter eine dissoziale Persönlichkeitsstörung mit psychopathischen Zügen attestiert. Das Gutachten soll für das Gericht eine Entscheidungshilfe sein, ob beispielsweise eine Sicherungsverwahrung notwendig ist.

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