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Energiewende in Hessen : Ausbau der Windkraft „unverzichtbar“

  • Aktualisiert am

Benebelt: Der Fernmeldeturm auf der Hohen Wurzel im Rheingau-Taunus - in diesem Gebiet könnten Windräder gebaut werden Bild: dpa

Hessen will von Kohle und Öl unabhängig werden - und setzt dabei auf die Windkraft als Motor. Kritiker des Ausbaus haben aus Sicht des Grünen-Wirtschaftsministers Al-Wazir die falschen Argumente.

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          Mit dem massiven Ausbau der Windkraft will Hessen die Energiewende umsetzen. Wirtschaftsminister Tarek Al-Wazir (Die Grünen) kündigte im Landtag in Wiesbaden an, dass die Windkraftleistung in den kommenden fünf Jahren fast verdreifacht werden soll. Das Ziel, auf zwei Prozent der Landesfläche Windräder aufzustellen, könne erreicht werden.

          Hessen will bis zum Jahr 2050 seine Energie bei Strom und Wärmeerzeugung vollständig aus erneuerbaren Quellen wie der Windkraft, Photovoltaik oder Biomasse beziehen. Die Kommunen müssten am Ausbau der Windkraft wirtschaftlich beteiligt werden, forderte Al-Wazir. „Wer Windkraftanlagen in seiner Nachbarschaft akzeptieren soll, muss etwas davon haben dürfen.“

          Windkraft „im besten Sinne“ normal

          Zur Kritik von Bürgern und Denkmalschützern an Anlagen etwa auf den Taunushöhen sagte der Grünen-Politiker, dass die Windkraft irgendwann „im besten Sinne“ normal sein werde. „Windräder werden unsere Landschaft sicherlich weniger stark verändern als Hochhäuser das Stadtbild von Frankfurt verändert haben.“

          Bei Konflikten mit dem Naturschutz sprach sich Al-Wazir in seiner Regierungserklärung für „intelligente Lösungen“ aus. Windstarke Gebiete, die zu bestimmten Zeiten als Zugkorridore für Kraniche dienten, könnten trotzdem, als Vorrangflächen ausgewiesen werden. In einem solche Fälle müssten die Anlagen eben zeitweise abgeschaltet werden.

          „Suedlink unverzichtbar“

          Als unverzichtbar bezeichnete Al-Wazir die neue „Stromautobahn“ Suedlink, die von 2022 an Windstrom von Schleswig-Holstein über Nord- und Osthessen nach Bayern bringen soll. Der überschüssige Strom der Windkraftanlagen müsse in die wirtschaftsstarken Südländer transportiert werden. Gegen die Trasse gibt es derzeit starken Widerstand in Nordhessen.

          Hessen werde nie soviel Windstrom erzeugen können wie Schleswig-Holstein, sagte Al-Wazir. Das Land könne aber durch Förderung der Spitzenforschung einen zusätzlichen wichtigen Beitrag leisten. Das Land werde die Region Kassel mit ihren Einrichtungen zum „Energie- und Effizienzcluster“ ausbauen.

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