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Zu viel Wald gerodet : Al-Wazir kommt nicht zu Windpark-Eröffnung

  • Aktualisiert am

Streitfall: Weil zu viele Bäume für das Vorhaben fielen, kommt Minister Al-Wazir nicht zur Windpark-Eröffnung nach Freiensteinau (Symbolbild) Bild: Schmitt, Tobias

Hessens Energieminister Tarek Al-Wazir kann der Windkraft im Grundsatz viel abgewinnen. Der Eröffnung des Windpark in Freiensteinau im Vogelsberg bleibt er aber fern - weil zu viel Bäume für das Projekt fielen.

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          Hessens Energieminister Tarek Al-Wazir (Die Grünen) hat kurzfristig die Teilnahme an der Eröffnung eines Windparks am kommenden Sonntag im Vogelsberg abgesagt. Der Betreiber der neuen Anlagen in Freiensteinau habe möglicherweise mehr Wald gerodet als zulässig, sagte ein Sprecher des Ministeriums in Wiesbaden.

          Anti-Windkraft-Initiativen bezeichneten Al-Wazirs Absage als feige. Dem Regierungspräsidium Gießen und der Gemeinde Freiensteinau sei der Skandal um die unrechtmäßige Rodung seit Monaten bekannt. Schon seit längerem haben die Initiativen zu einer landesweiten Demonstration am Sonntag aufgerufen, zu der sie in Freiensteinau bis zu 1000 Teilnehmer erwarten.

          FDP: Minister kneift vor Bürgerprotest

          Windkraftanlagen müssten im Einklang mit den Gesetzen stehen, sagte Al-Wazirs Sprecher, Marco Kreuter, der Nachrichtenagentur dpa. Die Absage des Grünen-Politikers habe nichts mit der geplanten Demonstration zu tun.

          Al-Wazir kneife vor dem Bürgerprotest, meinte dagegen die FDP-Landtagsfraktion. Er müsse sich eingestehen, dass sich die Betreiber des Vorzeigeprojekts nicht um die Auflagen geschert hätten, erklärte der Abgeordnete René Rock.

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