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Industriepark Höchst : Akzo Nobel erweitert Standort am Main abermals

Hier baut Akzo Nobel seinen Standort aus: Industriepark Höchst Bild: Frank Röth

Gute Nachricht für den Industriepark Höchst: Das Spezialchemie-Unternehmen Akzo Nobel wird seine Produktion dort ausbauen. Eines bleibt aber offen.

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          Der Industriepark Höchst zieht weitere Millioneninvestitionen an. Wie der Spezialchemie-Hersteller Akzo Nobel mitteilt, will das Unternehmen auf dem Gelände seine Produktion ausbauen. Im Einzelnen wird demnach die Herstellung von Chlormethan erweitert.

          Thorsten Winter

          Wirtschaftsredakteur und Internetkoordinator in der Rhein-Main-Zeitung.

          Diese Chemikalie wird als Zwischenprodukt in der Produktion von Pharmazeutika, Agrochemikalien, Kühlmitteln, Silikonpolymeren und Fluoropolymeren verwendet, wie es heißt. „Sie sind wichtige Rohstoffe für die Bau- und Automobilindustrie, in der Wasseraufbereitung sowie für die Produktion von Küchenzubehör und elektronischen Geräten“, lässt Akzo Nobel weiter wissen.

          Höhere Nachfrage aus Indien

          Das Unternehmen will das Vorhaben eigenen Angaben zufolge in den nächsten fünf Jahren schrittweise verwirklichen. Im Zuge des Ausbaus werde Akzo Nobel dereinst um bis zu 50 Prozent mehr Chlormethane im Stammwerk der früheren Hoechst AG herstellen können als derzeit.

          Erst kürzlich habe das Unternehmen dieses Geschäft in Höchst schon einmal erweitert. Hintergrund: Vor allem in Indien steige die Nachfrage nach diesen Chemikalien.

          Investitionssumme offen

          „Unsere fortgesetzte Investition in die Erzeugung von Chlor und Chlormethan wird die Verlässlichkeit von Lieferungen entlang der gesamten Wertschöpfungskette steigern, die Wachstumsvorhaben unserer Kunden unterstützen sowie durch den Einsatz neuer Technologien die Energieeffizienz steigern.“, wird Knut Schwalenberg, Vorstandsmitglied von Akzo Nobel Specialty Chemicals, in einer Mitteilung zitiert.

          Eines lässt das Unternehmen aber offen: Wie viel Geld es in Höchst investiert, behielt eine Sprecherin auch auf Nachfrage für sich.

          Im Mai hatte der Industriepark-Betreiber Infraserv mitgeteilt, eine neue Gasturbine anschaffen zu wollen. Dafür will er eine dreistellige Millionensumme ausgeben. In den vergangenen Jahren haben Standortunternehmen stets alles in allem deutliche dreistellige Millionensumme in ihren Anlagen im Industriepark gesteckt.

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