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FAZ.NET-Hauptwache : Mytaxi, Nessie, Spaghetti

  • Aktualisiert am

Will den Taxi-Markt aufmischen: die Geschäftsleitung des Fahrdienstleisters „Free Now“ Bild: dpa

Daimler und BMW planen einen Uber-Klon als Taxi-Konkurrenz. Und warum auch kompostierbare Plastiktüten nicht in den Biomüll gehören. Das und was sonst noch wichtig ist in der Region, lesen Sie in der FAZ.NET-Hauptwache.

          Guten Morgen!

          Wenn Sie Mytaxi für einen griechischen Likör gehalten haben, vergessen Sie es. Mytaxi gibt es nicht mehr – oder besser gesagt: heißt jetzt „Free Now“. Das wiederum ist kein Aufruf, Inhaftierte freizulassen (#freeRackete, #freeDeniz, #freeSentsov), sondern eine neue Taxi-App. Dahinter stehen Daimler und BMW, die auch schon die Carsharing-Angebote Car2Go und Drivenow bedriven – pardon: betreiben. Ach, das moderne Leben ist kompliziert, aber auch schön. Und wer ist schon wieder dagegen? Die ewig schlechtgelaunten Taxifahrer. Gerade haben sie noch Uber bekämpft, jetzt kommt der Uber-Klon „Free Now“ nach Frankfurt. Und wer blickt da noch durch? Unser Berichterstatter Falk Heunemann.

          Schönheit liegt im Auge des Betrachters. Und ob etwas stinkt, steckt in der Nase des Riechers. Unserer Kollegin Mechthild Harting nahm es in der Biokompostanlage im Frankfurter Osthafen fast den Atem – noch übler als Essensreste stinkt übrigens Rasenschnitt, wenn er in Verwesung übergeht. Der Betriebsleiter kommt hingegen fast ins Schwärmen, er ist begeistert von den natürlichen Prozessen. Alles wäre gut, gäbe es nicht die angeblich kompostierbaren Plastiktüten, sie sind es nämlich nicht. „Verwenden Sie lieber alte Zeitungen“, rät Umweltdezernentin Rosemarie Heilig (Die Grünen), was wir mit einem kräftigen „Jawoll!“ begleiten. Lesen Sie den interessanten Bericht unbedingt, aber vielleicht nicht auf nüchternen Magen. 

          Offenbach sollte eine Städtepartnerschaft mit Drumnadrochit anstreben. Dieses schottische Örtchen liegt am Loch Ness und gilt als Zentrum des Nessie-Tourismus. An Loch und Stelle könnten die Offenbacher lernen, wie man aus einem Wels, den noch niemand gesehen hat, eine Attraktion machen kann. Wird schwer, denn Loch Ness ist immerhin 53 Meter tief, der Weiher am Dreieichpark aber nur 80 Zentimeter. Und dort soll ein bis zu 2,50 Meter langer Mörder-Wels auf Beute lauern? Im Lebe net! Obwohl: Unser erfahrener Korrespondent Jochen Remmert hält die seit einem Jahr herrschende Ruhe für trügerisch und warnt höchstvorsorglich alle Hündchenbesitzer.

          F.A.Z.-Newsletter Familie
          F.A.Z.-Newsletter „Hauptwache“

          So beginnt der Tag in Frankfurt und Rhein-Main: das Wichtigste in Kürze, mit Hinweisen auf mobile Blitzer, Straßensperrungen, Gaststätten.

          Und außerdem hat der Nordhesse Michael Roth, Staatsminister im Auswärtigen Amt, seine Kandidatur für den SPD-Vorsitz angemeldet, gemeinsam mit der früheren SPD-Landeschefin von Nordrhein-Westfalen, Christina Kampmann, freuen sich die hessischen Bauern auf eine reiche Kirschen-Ernte: rasch reif, richtig rot und sagenhaft süß.

          Einen Tag wie eine reife, rote, süße Ockstädter Kirsche wünscht Ihnen

          Ihr Werner D‘Inka    

          Heute in „Leben in Rhein-Main“

          Wann und wo wurde das Spaghetti-Eis erfunden? (A) Marco Polo fand es schon 1275 in Shangdu vor, wo die Chinesen es als „Glasnudel-Eis süß-sauer“ aßen; (B) 1956 als Attraktion zu den Olympischen Winterspielen in Cortina d’Ampezzo; (C) 1969 in Mannheim beim Experimentieren mit einer Spätzlepresse; (D) 1912 in New York, als William Colgate – begeistert über den Gag roter Streifen in der Zahnpasta – für das Entwicklungsteam Vanilla Ice Cream durch die Maschine laufen ließ?

          Die richtige Antwort ist natürlich C, mehr darüber heute in „Leben in Rhein Main“. Zudem: die Jugendstil-Ausstellung im Museum Wiesbaden, „Tartüff“ bei Barock am Main, das Sekt- und Biedermeierfest in Eltville, die Hannelore-Elsner-Retrospektive im Deutschen Filmmuseum, das Familiensportfest im Brentanobad – und das ist noch längst nicht alles.

          Wetter

          Geburtstag haben heute Andreas von Schoeler, Vorsitzender der Gesellschaft der Freunde und Förderer des Jüdischen Museums Frankfurt, früherer Oberbürgermeister (SPD) der Stadt Frankfurt (71); Christoph Preuß, Teammanager bei Eintracht Frankfurt (38); Karlheinz Braun, Gründer und langjähriger Leiter des Verlags der Autoren, ehemaliger Geschäftsführender Direktor am Schauspiel Frankfurt, Träger der Ehrenplakette der Stadt Frankfurt (87); Rupert von Plottnitz (Die Grünen), von 2003 bis April 2019 Mitglied des Hessischen Staatsgerichtshofs, früherer hessischer Justizminister (79); Werner Seifert, langjähriger Vorstandsvorsitzender der Deutschen Börse AG, Frankfurt (70); Helmut Fünfsinn, hessischer Generalstaatsanwalt, Frankfurt (65); Ralf-Norbert Bartelt (CDU), Mitglied des Hessischen Landtags (Wahlkreis Frankfurt am Main III) (63); Dorothea Dreizehnter, Geschäftsführerin des Klinikverbunds Frankfurt-Main-Taunus sowie des Klinikums Frankfurt-Höchst (54); Dominik Benner, Gründer und Geschäftsführer des Online-Portals Schuhe24, Wiesbaden (37).

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