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Kampf gegen Schattenwirtschaft : Kabul als Partnerstadt Frankfurts

  • -Aktualisiert am

Prüfender Blick: Mit Baustellen kennt sich Alham Omar Hotaki aus. Bild: Frank Röth

Alham Omar Hotaki kämpft gegen die Schattenwirtschaft in seiner Heimat Afghanistan. Er meint, dass Kabul viel von Frankfurt lernen könne, nicht nur bei der Müllabfuhr.

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          Die Sonne brütet an diesem Oktobertag über dem Main und sorgt für jahreszeitlich ungewohnte Temperaturen, über die sich aber der Gast nicht wundern kann. „Fast wie zu Hause“, sagt Alham Omar Hotaki, nippt an seinem Glas und schaut durch die Fensterfront des Restaurants am Hauptbahnhof, das als Treffpunkt dient.

          Ebenso leger wie korrekt gekleidet, könnte man in dem Vierunddreißigjährigen eher einen Touristen aus den Golfstaaten sehen als den vielleicht kommenden Politiker Afghanistans, als der er vielen gilt; einen, dem aktuell eine der wichtigsten Aufgaben obliegt, die seine Regierung zu vergeben hat: die Bekämpfung der früher allgegenwärtigen Günstlingswirtschaft. Seit 2016 leitet der westlich geprägte Sohn eines Ingenieurs und einer Lehrerin die zentrale Antikorruptionsbehörde National Procurement Authority. Er soll darauf achten, dass auch im Wirtschaftsleben die geltenden Regeln und Gesetze eingehalten werden. Ein Job, wie geschaffen für den Hochbauingenieur.

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