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Affäre um Kosten für Bischofssitz : Erzbischof Zollitsch mahnt: „Aus Limburg lernen“

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„Die Autorität des Amtes tritt in unserer pluralen Gesellschaft immer mehr in den Hintergrund“: Erzbischof Zollitsch Bild: dpa

Aus dem Skandal um den Limburger Bischof Tebartz-van Elst zu lernen: Diesen Rat gibt der bisherige Vorsitzende des katholischen Bischofskonferenz, Erzbischof Zollitsch, seinen Kollegen mit auf dem Weg.

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          Der Freiburger Erzbischof Robert Zollitsch hat
          seine Kollegen gemahnt, aus dem Skandal um den Limburger Bischof Franz-Peter Tebartz-van Elst zu lernen. Aus manchen Äußerungen spreche ein nochmals gewachsenes Misstrauen „gegenüber uns Bischöfen, vor allem unserem Leitungs- und Lebensstil“, erklärte er zum Abschluss der Vollversammlung der Bischofskonferenz in Münster.

          „Die Autorität des Amtes tritt in unserer pluralen Gesellschaft immer mehr in den Hintergrund, während die einzelne Persönlichkeit an Bedeutung gewinnt und somit Menschen für die Botschaft des Evangeliums öffnen kann - oder eben nicht“, sagte Zollitsch.

          Steine des Anstoßes: das neue Bischofshaus in Limburg
          Steine des Anstoßes: das neue Bischofshaus in Limburg : Bild: dpa

          Nach seinen Angaben haben sich die Bischöfe in den letzten Monaten mehrfach über den Fall Limburg ausgetauscht, wo Bischof Tebartz-van Elst bis zur Klärung von Verschwendungsvorwürfen vom Papst beurlaubt wurde. „Das bedeutet allerdings nicht, dass zwischen uns nicht auch Differenzen in der Analyse und Bewertung der Vorgänge bestehen. Das war auch nicht anders zu erwarten.“

          Die Zukunft des Limburger Bischofs hängt von Papst Franziskus ab, der darüber nach Auswertung eines Prüfberichts einer Expertenkommission befinden will.

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