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Getöteter Junge in Frankfurt : AfD-Rede löst Kontroverse im Landtag aus

  • Aktualisiert am

Toter Junge am Frankfurter Hauptbahnhof: Die AfD sorgt mit einer Diskussion um politischen Umgang mit Gewalttaten in Hessen für einen Eklat. Bild: Lucas Bäuml

Im hessischen Landtag ist es zu einem Eklat gekommen. Hintergrund war eine Diskussion der AfD zum Thema politischer Umgang mit Gewalttaten in Hessen.

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          Eine Rede des AfD-Abgeordneten Klaus Herrmann hat am Donnerstag im hessischen Landtag eine heftige Kontroverse ausgelöst. Im Landtag sollte über den politischen Umgang mit Gewalttaten in Hessen diskutiert werden. Wie ein Sprecher der hessischen CDU bestätigte, ging es dabei um den gewaltsamen Tod eines Jungen am Frankfurter Hauptbahnhof, der von einem Eritreer vor einen einfahrenden Zug gestoßen wurde.

          In einer Pressemitteilung kritisierte die CDU die AfD wegen Instrumentalisierung der Tat auf dem Rücken des Opfers: „Die AfD verallgemeinert, grenzt aus und stigmatisiert und liefert keine konkreten Vorschläge zur Verbesserung.“ 

          Gewalttaten bekämpfe man nicht mit Parolen und Verallgemeinerung, sondern mit Hilfe gut aufgestellter Sicherheitsbehörden und angemessener rechtlicher Rahmenbedingungen. Auch die Linke im hessischen Landtag übte Kritik an der AfD über Twitter. Demnach ginge es der Partei um „nichts anderes als rassistische Hetze“. Im Verlauf der Rede hatte der stellvertretende Fraktionsvorsitzende der AfD Herrmann Ministerpräsident Volker Bouffier (CDU) darüber hinaus wegen dessen Äußerungen über die AfD scharf attackiert.

          Er warf dem hessischen CDU-Chef unter anderem „herabwürdigendes Verhalten“ und „Diffamierung“ vor.  Die AfD-Fraktion werde ein solches Verhalten nicht mehr tolerieren. Die AfD fördere weder Gewalt, noch schüre sie Angst. „Vom Extremismus jedweder Couleur grenzen wir uns ab“, erklärte Herrmann. Bouffier entgegnete, er sei nicht bereit „eine einzige Bemerkung“, die er über die AfD gemacht habe, auch nur einen Millimeter zurückzunehmen.

          Ende Juli hatte ein  Mann einen achtjährigen Jungen und dessen Mutter vor einen einfahrenden ICE gestoßen. Der Junge starb noch vor Ort. Seine Mutter konnte sich im letzten Moment retten. Eine ältere Frau, die ebenfalls attackiert wurde, konnte sich in Sicherheit bringen. Der verdächtige Eritreer, der seit 2006 in der Schweiz lebte, konnte unmittelbar nach der Tat festgenommen werden und befindet sich derzeit in einem psychiatrischen Krankenhaus.

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