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„Angriff gegen die Demokratie“ : AfD empört über Störaktion

Demonstrant der Alternative für Deutschland in Frankfurt (Archivbild). Bild: REUTERS

Eine Wahlkampfveranstaltung der AfD in Frankfurt hatten Linksautonome gestört. Der AfD-Landesvorstand sieht die Aktion als „Angriff gegen Demokratie“ und geht von weiteren Maßnahmen aus.

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          Nach der Störaktion von Linksautonomen an einem Wahlkampfstand der Partei „Alternative für Deutschland“ (AfD) in Frankfurt hat die Partei angekündigt, ihre Kampagne zur Europawahl unbeirrt fortzuführen. Weder werde man mit den Wahlkampfständen auf andere Plätze ausweichen, noch fordere man explizit Polizeischutz für künftige Veranstaltungen, sagte ein Sprecher der AfD Hessen, „wenngleich wir die Aktion als Angriff gegen die Demokratie werten“. Sollte es zu weiteren Aktionen gegen die Partei kommen, wovon auszugehen sei, werde man sich „nicht einschüchtern lassen“. Linksextremismus müsse stärker bekämpft werden.

          Katharina Iskandar

          Redakteurin in der Rhein-Main-Zeitung.

          Wie berichtet, hatten Linksautonome am Samstag eine Wahlkampfveranstaltung der AfD an der Leipziger Straße im Frankfurter Stadtteil Bockenheim gestört. Sie hatten sich direkt neben den Stand gestellt und die Mitglieder der Partei als „Nationalisten“ und „Faschisten“ bezeichnet, woraufhin wiederum die AfD-Mitglieder Demonstranten beschimpften. Die AfD, so die Autonomen, vertrete ein „erzkonservatives Familienbild“, werbe mit „sexistischen Motiven“ und fordere einen „Rückzug ins Nationale“, sie sei „Teil einer erstarkenden europäischen Rechten“. Im Anschluss an die Veranstaltung war ein AfD-Mitglied von den Demonstranten auf der Straße verfolgt und mit Konfetti beworfen worden, woraufhin er sich wehrte. Ein weiteres Parteimitglied sagte später, es sei von einem Vermummten angegriffen worden. Diesen Vorfall hat die Polizei jedoch nicht bestätigt.

          Dass es in den nächsten Wochen verstärkt zu Angriffen gegen die AfD und infolgedessen möglicherweise auch zu Auseinandersetzungen zwischen Mitgliedern der Partei und Linksautonomen kommen könnte, befürchten auch die Sicherheitsbehörden, die die Situation genau beobachten. Seit Tagen kursieren im Internet Aufrufe, gegen die AfD vorzugehen. In Marburg wurden bereits AfD-Wahlplakate entfernt oder beschmiert, für Frankfurt gibt es Ankündigungen, weitere Wahlkampfveranstaltungen zu stören. Es ist davon auszugehen, dass die Polizei die Proteste auch in den nächsten Wochen begleiten wird, um Eskalationen zu vermeiden. Am Samstag hatten Beamte schnell reagiert und die Lager getrennt, als Vertreter der AfD und der Frankfurter Antifa aufeinandertrafen.

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