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Corona-Medikament Paxlovid : Einnehmen oder nicht einnehmen?

Paxlovid wird von Apothekern und Ärzten bisher nur selten angefordert. Bild: Reuters

Das Corona-Medikament Paxlovid wird bisher nur selten an Patienten ausgegeben. Bei Ärzten und Apothekern stößt das Präparat auf Skepsis. Nun droht Hunderttausenden Verpackungen die Vernichtung.

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          Der amerikanische Präsident Joe Biden hat das Medikament erhalten, Bundesgesundheitsminister Karl Lauterbach (SPD) ebenfalls. Die 83 Jahre alte Seniorin aus Mainz-Kastel hingegen ging leer aus – obwohl ihr grundsätzlich als Risikopatientin ein Therapieversuch offengestanden hätte. Das Medikament Paxlovid, dessen frühe Gabe einen schweren Coronaverlauf verhindern soll, hat zwar schon im Februar eine Sonderzulassung für den deutschen Markt erhalten. Trotzdem scheinen Hausärzte noch sehr zurückhaltend mit der Verschreibung des Präparats zu sein. Hundertausenden Verpackungen droht wegen der geringen Verschreibungsquote jetzt sogar die Vernichtung. Ihre Haltbarkeit läuft ab. Derzeit werde eine mögliche Verlängerung der Haltbarkeit geprüft, teilt das Bundesgesundheitsministerium auf Anfrage mit.

          Marie Lisa Kehler
          Stellvertretende Ressortleiterin des Regionalteils der Frankfurter Allgemeinen Zeitung.

          Es besteht also nicht nur ein gesundheitliches, sondern auch ein wirtschaftliches Interesse, dass das Medikament zum Einsatz kommt. Laut Bundesgesundheitsministerium wurden deutschlandweit bisher 460.000 Therapieeinheiten des Covid-19-Arzneimittels an den pharmazeutischen Großhandel ausgeliefert. Noch nicht einmal ein Zehntel davon haben die Apotheken angefordert. Dabei ist die Bereitschaft der Patienten, sich Paxlovid verschreiben zu lassen, groß. Die Zurückhaltung der Ärzte scheint jedoch um ein Vielfaches größer. Das hat gleich mehrere Gründe.

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