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Laut Umfrage der Uni Mainz : Ältere Menschen fühlen sich einsam

Zu wenig Kontakt zu anderen Menschen: In Zeiten der Pandemie fühlen sich viele ältere Menschen allein gelassen (Symbolbild). Bild: Michael Kretzer

Laut einer Telefonumfrage von Wissenschaftlern der Mainzer Gutenberg-Uni fehlt mehr als der Hälfte der Senioren der Austausch mit anderen Menschen. Ein Viertel gibt sogar an, während der Pandemie häufiger deprimiert zu sein.

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          Ältere Menschen sorgen sich in Zeiten der Pandemie weniger um ihre Gesundheit, sondern vermissen vielmehr den Kontakt zu anderen Menschen und fühlen sich allein gelassen. Das ergab eine Telefonumfrage von Wissenschaftlern der Mainzer Gutenberg-Uni, an der 500 Männer und Frauen im Alter von mehr als 75 Jahren teilnahmen.

          Daniel Schleidt

          Redakteur in der Rhein-Main-Zeitung.

          Demnach macht sich nur ein Drittel der Befragten Sorgen darum, sich mit Covid-19 zu infizieren. Trotzdem richten die meisten ihr Verhalten nach den empfohlenen Schutzmaßnahmen aus. Doch infolgedessen fehlt mehr als der Hälfte der Senioren der Austausch mit anderen Menschen; ein Viertel gibt sogar an, während der Pandemie häufiger deprimiert zu sein.

          Vincent Horn, der die Studie gemeinsam mit Cornelia Schweppe durchgeführt hat, warnt, alte Menschen nur als schutzbedürftige Gruppe zu sehen. „Die Studie zeigt, dass sie in der Pandemie auch zu wichtigen Unterstützungspersonen geworden sind“, zum Beispiel für Kinder und Enkel, so Horn.

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