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Abkehr vom „Turbo-Abitur“ : Schwarz-Grün prüft auch Rückkehr siebter Klassen zu G9

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Spricht von einer ergebnisoffenen Prüfung für die siebten Klassen: Hans-Jürgen Irmer, schulpolitischer Sprecher der CDU Bild: dpa

Immer mehr Gymnasien in Hessen streben den Abschied vom „Turbo-Abitur“ an. Schwarz-Grün will auch bestehenden fünften und sechsten Klassen diesen Schritt ermöglichen - und womöglich siebten Klassen ebenso.

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          Die schwarz-grüne Koalition schließt eine Rückkehr siebter Gymnasialklassen zum Abitur nach 13 Jahren (G9) nicht mehr aus. Die Fraktionen von CDU und Grünen haben das Kultusministerium beauftragt zu prüfen, ob dies rechtlich und organisatorisch möglich sei. Bereits fest steht, dass fünfte und sechste Klassen das Recht bekommen sollen, von der kurzen Gymnasialzeit G8 zu G9 zu wechseln.

          Der CDU-Abgeordnete Hans-Jürgen Irmer sprach von einer ergebnisoffenen Prüfung für die siebten Klassen. Sie hätten immerhin die halbe Mittelstufe schon absolviert, sagte er in Wiesbaden der dpa. CDU und Grüne wollen im März eine Änderung des Schulgesetzes in den Landtag einbringen.

          Schwarz-Grün will per Gesetzesnovelle schon zum nächsten Schuljahr auch bestehenden fünften und sechsten Gymnasialklassen die Rückkehr zur neunjährigen Abiturzeit (G9) ermöglichen. Das haben Union und Grüne in ihrem Koalitionsvertrag vereinbart.

          Nach Angaben von Kultusminister Alexander Lorz wird es nach dem Sommer voraussichtlich nur noch 31 reine G8-Gymnasien im Land geben. Die übrigen sind schon zu G9 zurückgekehrt oder wollen dies tun. Im Land gibt es insgesamt 107 Gymnasien.

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