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Ferien daheim : Wir sind dann mal spielen

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Abenteuer Spielplatz: Ferien in der Region haben auch ihren Reiz. Bild: Alex Westhoff

Sandkasten und Schaukel sind ganz schön, aber es darf auch mal etwas anderes sein. Abenteuerspielplätze bieten reichlich Anreize für daheimgebliebene Kinder. Vier Anregungen aus dem Rhein-Main-Gebiet.

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          Mit Spielplätzen verhält es sich doch wie mit dem wahren Leben. Es gibt die guten und die schlechten, die langweiligen und aufregenden, die versifften und gepflegten – und davon jeweils viele. Hier sollen vier Spielplätze vorgestellt werden, die nicht jeder kennt, auf denen man aber bestens einen halben oder ganzen Ferientag mit der ganzen Familie verbringen kann in diesem coronageplagten Sommer. Was alle vier gemeinsam haben: gute Action für kleine und größere Kinder, reichlich Abwechselung, adäquate Picknickmöglichkeit und für die Kinder die Möglichkeit, mal den Elternblicken zu entfliehen.

          Hochheim: Wie Tarzan

          Ein Aussichtsturm nur für Kinder! Denn die schmalen Leitern und kleinen Luken, die es die vier Stockwerke hinauf zu bezwingen gilt, signalisieren ganz klar: Erwachsene nicht erwünscht. Nur, dass die Kinder für die weite Rundumsicht aus dem Turm für gewöhnlich nichts übrig haben. Sie peilen das dritte Stockwerk des kegelförmigen Baus an, denn dort befindet sich der Eingang zur Tunnelrutsche. Aus 15 Meter Höhe schraubt sie sich hinab, steil, schnell, fast wie im freien Fall.

          Der Spielpark Hochheim ist für Kinder ein Ort, bei dessen erstem Anblick sie staunend stehenbleiben. Um dann im nächsten Augenblick rennend loszulegen. In Form, Lage und Umgebung ist die Anlage einzigartig in Rhein-Main. Was einst Teil einer Kiesgrube war, ist nun ein kleines, hügeliges Kinderwunderland. Denn neben den zum Teil außergewöhnlichen Spielgeräten gibt es, zum Buddeln, Kies und Sand fast wie am Strand. Und wie hingewürfelt wirkende Felsbrocken, die darauf warten, beklettert zu werden, und auf denen es sich herrlich von Stein zu Stein hüpfen lässt. Drum herum ist dichtes, von schmalen Pfaden durchzogenes Gebüsch für (Versteck-)Spiele aller Art.

          Spielpark Hochheim: Diese Welt gehört den Kindern
          Spielpark Hochheim: Diese Welt gehört den Kindern : Bild: Cornelia Sick

          Ja, Stadtkinder können sich hier die ein oder andere Schramme zuziehen. Es könnte nichts gleichgültiger sein. Denn wer will sich davon schon aufhalten lassen auf dem Weg zu den monströsen „Tarzan-Schwingern“, Schaukeln, auf denen die Kids in weiten Bögen hin und her pendeln. Wie Tarzan an Lianen eben. Der Hit des Spielparks ist der meterhoch über das Gelände führende Parcours, der aus Hängebrücken, dicken Tauen und zu Netzen verknüpften Stahlseilen besteht (für Kinder unter 6 Jahren nicht ratsam). Die aufwendige Konstruktion endet übrigens im ersten Stock des großen Rutschenturms. An Wochenenden kann es durchaus voll werden im Spielpark. Bei unserem Besuch unter der Woche an einem Feriennachmittag war das Aufkommen überschaubar. Picknicker finden auf dem weitläufigen Areal natürlich ein Plätzchen (wenig Schatten), sollten aber in einer einstigen Kiesgrube keinen englischen Rasen, sondern eher strubbelige Wiesen erwarten.

          Eschborn: Wie der Bauer

          Alles so schön grün hier! In Sachen saftiger wie gepflegter Grasflächen vermag es wohl kaum ein Spielplatz in der Region mit dem Traktorspielplatz in Eschborn aufzunehmen. Die beiden parallelen Seilbahnen (manche sagen auch Seilrutschen) dominieren das leicht abschüssige Gelände. Dass die Sausefahrt auf Tellersitz entlang eines Stahlseils ein großes Vergnügen ist, gilt schon für zig Kindergenerationen. Für zusätzlichen Thrill sorgt, wenn die Papas die Muskeln spielen lassen und den Kindern noch einen kräftigen Schubs mitgeben. Tipp für Väter fortgeschrittener Seilbahnfahrer: Aus einem festen Anschub nicht in Fahrtrichtung, sondern seitlich resultiert eine rauschhafte Fahrt inklusive weiterer Pendelbewegungen.

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