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Ausgezeichnete Arbeit: Katharina Iskandar berichtet über Fälle von Rechtsextremismus und Terrorismus im Rhein-Main-Gebiet.

Autorennen auf der A66 : Den Tod provoziert

Die Unfallstelle: Weil drei Männer sich ein Autorennen lieferten, zahlte eine Frau mit ihrem Leben. Bild: dpa

Das Unglück am Samstagnachmittag auf der A66 bei Hofheim hat gezeigt: Nicht die Autos sind das Problem, sondern die Fahrer. Dass die Staatsanwaltschaft den drei Männern Mord vorwirft, hat schon jetzt eine gewisse Wirkung.

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          Das, was sich am Samstagnachmittag auf der A66 bei Hofheim ereignet hat, findet kaum einen Begriff, der es trifft. Unfall ist viel zu trivial. Am ehesten ist es ein Unglück – hervorgerufen durch junge Männer, denen das Leben anderer nichts wert ist. Wie sonst soll man erklären, dass jemand mit hoher Geschwindigkeit auf einer dicht befahrenen Autobahn rast? Mal nebeneinander, mal hintereinander. Andere Autos wahllos überholend. Hauptsache, man kann der Schnellste sein.

          Der Tod der Frau, die völlig unschuldig von einem der Raser-Autos gerammt wurde und in ihrem brennenden Fahrzeug starb, wurde billigend in Kauf genommen. Man könnte auch sagen: Ihr Tod wurde provoziert.

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