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Umstrittener Ausbau : Verkehr rollt bald nach Lückenschluss auf A49

  • Aktualisiert am

Ausbau: Im nördlichen Mittelhessen wächst die umstrittene A49 weiter Bild: dpa

Trotz aller Proteste kommt der Ausbau der Autobahn 49 im nördlichen Mittelhessen voran. Am Donnerstag wird ein weiteres Teilstück in Betrieb genommen.

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          Die Autobahn 49 in Nordhessen wird ein Stückchen länger. Nach rund elf Jahren Bauzeit soll der 11,8 Kilometer lange Lückenschluss zwischen Neuental und Schwalmstadt am kommenden Donnerstag für den Verkehr freigegeben werden. Der Landrat des Schwalm-Eder-Kreises, Winfried Becker (SPD), erwartet dadurch einen Entwicklungsschub für die Region. Die Verkehrsfreigabe sei zum einen ein „wichtiges Signal“ für alle Anwohnerinnen und Anwohner der stark befahrenen Bundesstraße 3, die jetzt deutlich entlastet würden, so Becker.

          „Des Weiteren wird dieser Lückenschluss wichtige wirtschaftliche Impulse für die Region Nordhessen und den Schwalm-Eder-Kreis mit sich bringen.“ Doch nicht nur die Betriebe des Kreises seien Profiteure des Ausbaus, sagte Becker mit Blick auf den geplanten Anschluss bis zur A5 bei Homberg (Ohm). „Der gesamte nordhessische, ländlich geprägte Raum erhält dadurch eine Anbindung an das überörtliche Verkehrsnetz.“

          Lärmschutzwände an A49 fehlen noch

          Die ersten Bauarbeiten für das nun fertig gestellte Teilstück mit vier Talbrücken und einem knapp 900 Meter langen Tunnel begannen nach Angaben der zuständigen Autobahngesellschaft des Bundes im Jahr 2011. Die Kosten belaufen sich demnach auf etwa 250 Millionen Euro.

          Selbstverständlich müsse nun „unbedingt für ausreichende Lärmschutzmaßnahmen entlang der A49 sowie der A7 im bisherigen Bestand gesorgt werden“, erklärte Landrat Becker weiter. Insgesamt sei er sich jedoch sehr sicher, dass die Menschen im Kreis an Lebensqualität gewinnen werden. „Deshalb bin ich absoluter Unterstützer des Weiterbaus und des Lückenschlusses.“

          Die A49 soll von Kassel und der A7 bis nach Mittelhessen zum künftigen Ohmtal-Dreieck mit Anschluss an die A5 führen. Der Verkehr rollt bislang nur bis Neuental. Noch im Bau befinden sich die zwei verbliebenen und hoch umstrittenen Teilstücke der Neubautrasse in Mittelhessen. Dort wird die Verkehrsfreigabe für 2024 erwartet.

          Während sich die A49-Befürworter Entlastung für den Verkehr in den Orten und Impulse für die Wirtschaft erhoffen, sehen Kritiker Umwelt und Klima durch den Weiterbau bedroht. Der Beginn der Bauarbeiten für den Lückenschluss in Mittelhessen, für den Ende 2020 Dutzende Hektar Wald gerodet wurden, war von heftigen Protesten begleitet worden.

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