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Breitbandausbau : 600.000 Haushalte in Hessen erhalten Gigabit-Internetanschlüsse bis 2025

Leerrohre für das spätere Verlegen von Glasfaserkabeln. Bild: dpa

Mit Hilfe von Milliardeninvestitionen, neuen Genehmigungsverfahren, alternativen Techniken und Subventionen sollen Hunderttausende Haushalte im Raum Frankfurt einen schnellen Glasfaser-Internetzugang erhalten.

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          „Wir starten jetzt das größte Glasfaserprojekt in der Geschichte Hessens“, hat die hessische Digitalministerin Kristina Sinemus (CDU) angekündigt. Der Plan sieht vor, dass bis 2025 die Hälfte der knapp 1,56 Millionen Haushalte in der Region Frankfurt/Rhein-Main einen Gigabit-Anschluss haben sollen, also mehr als 750.000 – bislang haben dies weniger als 150.000. Bis 2030 sollen 90 Prozent der Haushalte und 640 Industriegebiete solche schnellen Internetzugänge besitzen.

          Falk Heunemann
          Wirtschaftsredakteur in der Rhein-Main-Zeitung.

          Schnelles Internet gilt als Grundlage für die Digitalisierung. Zwar haben laut Bundesregierung in Hessen bereits 96 Prozent der Haushalte Zugang zu einem Breitbandanschluss mit 50 Megabit pro Sekunde, im Corona-Lockdown hatte sich jedoch gezeigt, dass das zum Teil nicht ausreicht, wenn etwa gleichzeitig Videos gestreamt werden und im Homeoffice gearbeitet wird. Noch wichtiger sind Gigabit-Anschlüsse für Unternehmen, die aus der Ferne ihre Produktionsanlagen steuern oder in denen parallel viele Videokonferenzen stattfinden. Mit fünf Prozent Glasfaser-Anteil bei den Breitbandanschlüssen gehört Deutschland im Vergleich der OECD-Industriestaaten zu den Schlusslichtern, die skandinavischen und baltischen Staaten sowie Südkorea, Japan, Spanien und Portugal kommen auf mehr als 50 Prozent.

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