https://www.faz.net/-gzg-93do1

30 Jahre Startbahn West : Gedenktafel erinnert an erschossene Polizisten

  • Aktualisiert am

Gedenken: Der hessische Innenminister Peter Beuth links) und Landespolizeipräsident Udo Münch in der Ausstellung Bild: dpa

Am 2. November 1987 wurden der Hauptkommissar Klaus Eichhöfer und der Polizeimeister Thorsten Schwalm an der Startbahn West erschossen. Unter anderem an sie erinnert eine soeben enthüllte Gedenktafel.

          Hessen erinnert mit einer Gedenktafel an die tödlichen Schüsse auf Polizisten vor 30 Jahren an der Startbahn West am Frankfurter Flughafen. Innenminister Peter Beuth (CDU) verurteilte die Taten sowie die zunehmende Gewalt gegen Einsatzkräfte und forderte anlässlich des Jahrestages in Wiesbaden eine neue Erinnerungskultur: „All jene, die im Dienst für den Schutz der Allgemeinheit und die Durchsetzung des Rechts ihr Leben opferten, dürfen nicht in Vergessenheit geraten.“

          Alleine im Jahr 2016 seien fast 3500 Angriffe auf Polizisten registriert worden, erklärte der Innenminister. Gerade die schweren Ausschreitungen beim G20-Gipfel in Hamburg hätten gezeigt, dass Gewalt gegen Einsatzkräfte nach wie vor kein Tabu sei. Diese Taten müssten mit ganzer Härte des Rechtsstaats geahndet werden. Polizeipräsident Udo Münch verlass bei der Feierstunde im Innenministerium die Namen von 33 Männern und 2 Frauen, die im Dienst der hessischen Polizei ums Leben kamen.

          Am 2. November 1987 wurden der damals 43 Jahre alte Hauptkommissar Klaus Eichhöfer und der 23 Jahre alte Polizeimeister Thorsten Schwalm während der Proteste gegen den Ausbau des Frankfurter Flughafens getötet. Sieben weitere Beamte erlitten bei den blutigen Krawallen zum Teil schwere Verletzungen. Laut Ministerium war es das erste Mal in der Geschichte der Bundesrepublik, dass Polizisten während einer Demonstration erschossen wurden. Der Täter wurde zu 15 Jahre Haft verurteilt.

          Weitere Themen

          Einen Juden mieten

          Gegen Antisemitismus : Einen Juden mieten

          Die Initiative „Rent A Jew“ vermittelt jüdische Referenten an öffentliche Einrichtungen. Dadurch sollen Vorurteile abgebaut werden und kultureller Austausch gestärkt werden. Eine Gemeinde in Hessen hat es ausprobiert.

          Topmeldungen

          Klopp beim FC Liverpool : Kurz vor der Königsweihe

          Jürgen Klopp hat mit Liverpool die Champions League gewonnen, die Fans aber sehnen seit beinahe dreißig Jahren die Meisterschaft herbei. Sie wollen nicht mehr warten.
          Oktober 2018: Polizisten drängen mehrere Demonstranten gegen den Landesparteitag der AfD Niedersachsen in Oldenburg ab (Symbolbild)

          Opferbefragung : Studie: Deutlich mehr Fälle von Polizeigewalt

          Bei Demonstrationen und Fußballspielen kommt es offenbar besonders oft zu Eskalationen: Eine Studie der Universität Bochum legt nahe, dass Polizisten deutlich häufiger als bisher gedacht ungerechtfertigte Gewalt anwenden.

          Newsletter

          Immer auf dem Laufenden Sie haben Post! Abonnieren Sie unsere FAZ.NET-Newsletter und wir liefern die wichtigsten Nachrichten direkt in Ihre Mailbox. Es ist ein Fehler aufgetreten. Bitte versuchen Sie es erneut.
          Vielen Dank für Ihr Interesse an den F.A.Z.-Newslettern. Sie erhalten in wenigen Minuten eine E-Mail, um Ihre Newsletterbestellung zu bestätigen.