https://www.faz.net/-gzg-7nkw3

22 FSME-Fälle in Hessen : Hirnhautentzündung nach Zeckenbiss

  • Aktualisiert am

Vermehrt Zecken mit gefährlichen Erregern: Die Risikogebiete liegen in Hessen südlich des Mains und im Landkreis Marburg-Biedenkopf. Bild: picture-alliance/ dpa

Mit steigenden Temperaturen beginnen auch vermehrt Zecken durch die Wälder zu krabbeln. In Hessen haben sich 2014 bereits 22 Personen mit der seltenen, aber gefährlichen Krankheit FSME angesteckt - vor allem in Risikogebieten.

          1 Min.

          Mit der von Zecken übertragenen Hirnhautentzündung FSME haben sich nach Angaben des Deutschen Grünen Kreuzes (DGK) im vergangenen Jahr 22 Menschen in Hessen infiziert, neun mehr als im Jahr zuvor. Vor allem in hessischen Risikogebieten hätten sich die Menschen angesteckt, berichtete das DGK am Freitag. Die Risikogebiete liegen südlich des Mains und im Landkreis Marburg-Biedenkopf.

          Gefährlicher Bote: Zecken können Erreger wie Borreliose oder FSME übertragen.
          Gefährlicher Bote: Zecken können Erreger wie Borreliose oder FSME übertragen. : Bild: dpa/dpaweb

          Zecken gelangen aus dem Gras oder von niedrigen Büschen auf die Haut, die sie anbohren, um Blut zu saugen. Nach Angaben von Medizinern tragen ein bis fünf Prozent der Zecken das Virus der Hirnhautentzündung Frühsommer-Meningoenzephalitis (FSME) in sich. Gegen diese Krankheit ist eine Impfung möglich. Statistisch komme auf 150 Zeckenstiche nur eine FSME-Infektion, und nur jeder zehnte Infizierte werde krank. Aber die Krankheit könne so schwer verlaufen, dass die Betroffenen auf der Intensivstation behandelt werden müssten und Spätfolgen zurückbehalten könnten.

          Weit häufiger tragen Zecken Erreger der Borreliose in sich. Gegen diese Krankheit gibt es keine Impfung, sie kann aber gut mit Antibiotika behandelt werden. In 30 bis 40 Prozent der Fälle heile die Krankheit von allein. Eine Infektion ist meist an einem roten, runden Fleck um die Einstichstelle zu erkennen.

          Weitere Themen

          Ruf nach Reform der Stadtpolizei

          Feldmann fordert Verbeamtung : Ruf nach Reform der Stadtpolizei

          Der Streit über die Stadtpolizei geht in die nächste Runde: Oberbürgermeister Peter Feldmann will die Mitarbeiter des Ordnungsamtes verbeamten lassen. Für den Sicherheitsdezernenten ist das allerdings „kein Allheilmittel“.

          Vorsicht bei Bitcoin-Werbung

          Digitale Währung : Vorsicht bei Bitcoin-Werbung

          Besonders bei digitalen Währungen wie Bitcoin warnt der Verbraucherschutz vor unseriösen Angeboten, hinter denen sich oft Schneeballsysteme verstecken. Ein Blick auf das Impressum kann davor schützen.

          Topmeldungen

          Schüler im Lockdown - dazu gehört auch: keine Freunde treffen.

          Kultusminister zu Corona : „Wir nehmen den Kindern gerade alles weg“

          Keine Freunde treffen, Hobbys und Feiern verboten und nun auch noch die Schulen zu: Diese Situation könne man nicht beliebig lange fortführen, warnt Niedersachsens Kultusminister Tonne. Auch BKK-Verbandschef Knieps fordert, die Schulen wieder zu öffnen.
          Ein Paar spaziert mit einem Regenschirm am Strand von Palma entlang.

          Sommerurlaub 2021 : Ungewissheit im Gepäck

          Längerer Lockdown, Reisen nur für Geimpfte oder kürzere Sommerferien? Urlauber sehen sich auch in diesem Jahr mit einigen Unwägbarkeiten konfrontiert. Und auch die Anbieter wünschen sich von der Politik mehr Klarheit.

          Newsletter

          Immer auf dem Laufenden Sie haben Post! Abonnieren Sie unsere FAZ.NET-Newsletter und wir liefern die wichtigsten Nachrichten direkt in Ihre Mailbox. Es ist ein Fehler aufgetreten. Bitte versuchen Sie es erneut.
          Vielen Dank für Ihr Interesse an den F.A.Z.-Newslettern. Sie erhalten in wenigen Minuten eine E-Mail, um Ihre Newsletterbestellung zu bestätigen.