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„2. Islamischer Friedenskongress“ : Frankfurt verbietet Salafisten-Kundgebung

Der islamistische Prediger Pierre Vogel will wieder in Frankfurt predigen, wo er im April 2011 schon einmal gesprochen hat - das will die Stadt aber nicht Bild: Fricke, Helmut

Die Stadt Frankfurt hat eine für nächsten Samstag geplante Versammlung mit dem radikalen salafistischen Prediger Pierre Vogel verboten.

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          Der für Samstag angekündigte „2. Islamische Friedenskongress“ des salafistischen Predigers Pierre Vogel soll nach dem Willen der Stadt nicht stattfinden. Die Versammlungsbehörde hat dem aus Nordrhein-Westfalen stammenden Konvertiten eine Verbotsverfügung zugestellt. Als Begründung für das Verbot wird angeführt, dass Vogel mit seiner salafistischen Weltsicht die öffentliche Sicherheit und Ordnung „durch zweifelsfrei verfassungsfeindliche Äußerungen in Form von Werbung für den radikalen Salafismus“ gefährde.

          Katharina Iskandar

          Redakteurin in der Rhein-Main-Zeitung.

          Frankfurt sei kein Ort, „um Unschuldige in Gut und Böse einzuteilen und Hass zu predigen“, sagte Sicherheitsdezernent Markus Frank (CDU). Der Salafismus habe schon Attentäter hervorgebracht, wie am Beispiel Arid Uka zu sehen sei. Der Islamist hatte im März 2011 zwei amerikanische Soldaten am Flughafen erschossen.

          Innenminister Boris Rhein (CDU) hatte den Salafismus erst am Freitag bei der Vorstellung des Verfassungsschutzberichts als „größte sicherheitspolitische Herausforderung des 21.Jahrhunderts“ bezeichnet. Unklar ist, ob das Verbot gerichtlich Bestand haben wird. Vor zwei Jahren, als Vogel schon einmal auf dem Frankfurter Roßmarkt auftrat, war ein Verbot gescheitert.

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