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Umbruch im Kulturbetrieb : Als van Gogh in Frankfurt durchfiel

  • -Aktualisiert am

Hat 1970 in Frankfurt eine Van-Gogh-Ausstellung gezeigt: Ewald Rathke, ehemaliger Leiter des Kunstvereins. Bild: Frank Röth

Zur großen Van-Gogh-Ausstellung erwartet das Städel hunderttausende Besucher. Ewald Rathke holte Werke des Malers schon 1970 nach Frankfurt – unter ganz anderen Umständen.

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          Nach Ewald Rathkes Einschätzung war Van Gogh damals ein Reinfall. „Nur zwischen fünf- und sechstausend Besucher im ersten Monat sahen die Ausstellung „Van Gogh – Zeichnungen und Aquarelle“. Das sei natürlich eine Katastrophe gewesen, sagt der 93 Jahre alte Kunsthändler und blättert im Ausstellungskatalog von einst. Er spricht vom Jahr 1970, von einer anderen Zeit im Kulturbetrieb. Rathke hatte Werke des niederländischen Malers schon vor fast 50 Jahren nach Frankfurt gebracht. Doch damals war das Interesse gering.

          Weniger als sechstausend Besucher im ersten Monat wären heutzutage für eine Van-Gogh-Ausstellung erst recht verheerend, schon wegen der Kosten und des organisatorischen Aufwands. Zur großen Schau im Städel, die von Oktober an für etwa vier Monate zu sehen sein wird, erwarten die Organisatoren mehr als 400.000 Besucher. Auch sonst war in den vergangenen Jahren van Gogh stets ein Publikumsrenner. Warum also blieb damals der Erfolg aus? Wohl auch, weil im Kunstverein nur schwarz-weiße Zeichnungen und keine Gemälde zu sehen waren. Von van Goghs graphischen Unikaten werden zwar vom 23. Oktober an auch einige im Städel ausgestellt. Vor allem aber präsentiert „Making Van Gogh – Geschichte einer deutschen Liebe“ Ölgemälde des Malers.

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