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Schutz vor Abschiebung : Kirchenasyl für 130 Flüchtlinge

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Zuspruch: EKHN-Präsident Jung im Gespräch mit Kirchenasylanten - die Aufnahme entstand im Dezember 2014 in Groß-Gerau Bild: dpa

In Hessen haben im bisher letzten voll dokumentierten Jahr 130 Menschen in 96 Fällen Kirchenasyl erhalten. Nur in einem Bundesland gab es mehr solche Fälle der Nächstenliebe.

          In Hessen haben 130 Menschen in 96 Fällen im Jahr 2015 Kirchenasyl erhalten. Damit lag das Bundesland hinter Bayern auf Platz zwei in der Länder-Statistik, wie die ökumenische Bundesarbeitsgemeinschaft „Asyl in der Kirche“ mitteilte. Das Netzwerk aller Kirchengemeinden bietet im Falle einer drohenden Abschiebung Flüchtlingen in der Kirche Asyl, wenn begründete Zweifel an einer gefahrlosen Rückkehr bestehen.

          Für 2016 geht die Gruppe bundesweit von etwas mehr Kirchenasylen als im Vorjahr aus. Genaue Länderzahlen lägen noch nicht vor, sagte ein Sprecherin in Berlin.

          In Nordhessen ist 2016 die Zahl der Kirchenasyle zurückgegangen. Derzeit gebe es im Bereich der Evangelischen Kirche von Kurhessen-Waldeck etwa fünf Fälle, sagte die Juristin Karin Diehl, die in Kassel die Diakonie in rechtlichen Fragen berät. Im Jahr 2015 seien es deutlich mehr gewesen.

          In der Regeln nutzen Einzelne das Kirchenasyl, nur in Ausnahmefällen beherbergen die Gemeinden ganze Familien. In den Fällen von Kirchenasyl sind nach Diehls Worten fast alle Herkunftsländer von Flüchtlingen zu finden.

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