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Fünf Länder, fünf Berge : Der Mythos des Montblanc

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Die Wiege des Alpinismus: Am Montblanc begann vor mehr als zweihundert Jahren die Eroberung der Alpen durch die Menschen. Bild: Christophe Suarez / Biosphoto

Zwanzig Kilometer und zweitausendachthundert Höhenmeter durch die spektakuläre und dick vereiste Hochgebirgslandschaft: Durch die Vallée Blanche und das Mer de Glace im Massiv des höchsten Berges der Alpen.

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          Durchschnittliche Skifahrer haben auf dieser Bergspitze nichts verloren, Anfänger schon gar nicht. Dennoch sollten sie früher oder später unbedingt mit der Kabinenbahn hier hinauffahren – allerdings nicht einmal im Traum daran denken, die Skier mitzunehmen. Oben auf dem bizarren Felszacken der Aiguille du Midi angekommen, auf fast viertausend Meter Höhe, in dünner Luft und bei pfeifendem Wind, wird jeder sofort den Grund erahnen. Denn Skifahrer, die von hier aus ihre Abfahrt ins Tal beginnen wollen, stehen an einer furchterregenden Kante ins extreme Hochgebirge zwischen schroffen, steil abfallenden und vereisten Felsen.

          Schwindelfreiheit ist Grundvoraussetzung, denn kaum haben sie den geschützten Tunnel in der Bergstation verlassen, müssen sie einen haarsträubenden, bloß knapp zwei Meter breiten Grat überqueren – absolut kein Terrain für bange Gemüter mit Höhenangst. Links fällt der Gebirgskamm fast tausend Meter senkrecht in die Tiefe ab; rechts ist der Abhang sanfter, aber auch in diese Richtung möchte man auf keinen Fall abrutschen und hinunterpurzeln. Dennoch klettern und balancieren einige unerschrockene Draufgänger zwischen Himmel und Erde langsam und Schritt für Schritt bergab, einige von ihnen angeseilt in der Gruppe, alle erst einmal mit ihren Skiern und Skistöcken auf dem Rücken.

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