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Wintersport : Skifahren für zehn Dollar am Tag

  • -Aktualisiert am

Im Tiefschnee von Aspen: Ikon-Pass heißt die Saisonkarte der Aspen Skiing Company, Vails Konkurrent um die Rolle des Platzhirschs in Colorado. Bild: Picture Alliance

Die Skigebiete in Nordamerika brechen trotz Klimawandel und Energiekrise alle Rekorde. Das liegt an den günstigen Saisonpässen, die den exklusiven Sport erschwinglich machen

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          Nun ist es so weit: Die USA haben Österreich, den etatmäßigen Meister unter den Wintersportdestinationen, vom Thron gestoßen. Die Amerikaner haben die Österreicher nicht nur überholt, sondern geradezu deklassiert und ihnen noch dazu einen Rekord abgejagt: Die installierte Transportleistung betrug in den Skigebieten der USA fast das Doppelte dessen, was in Österreich neu an den Start ging, und übertraf auch die höchsten jemals weltweit zuvor in einem Land verzeichneten Neubauten. Konkret kommen Amerikas Anlagen mit Baujahr 2022 auf 32,1 Millionen Personenhöhenmeter, Österreich schaffte 2016 rund 31,8 Millionen, 2022 hingegen nur 18,2 Millionen.

          Bislang landete Österreich immer auf Platz 1, wenn die Lifthersteller zu Beginn eines Winters Bilanz zogen, wo sie die meisten neuen Aufstiegshilfen für Schneesportler installiert haben. Seit 20 Jahren geht das so, weiter reicht die Statistik nicht zurück. Die neue österreichische Zurückhaltung hat ihre Gründe: Nach drei Corona-Wintern mit Umsatzeinbußen gegenüber der Zeit vor der Pandemie, die 2020/21 weit über 90 Prozent betrugen und auch im vergangenen Winter noch deutlich zweistellig waren, folgte ein Sommer mit rasant steigenden Zinsen und Energiepreisen sowie einem nicht enden wollenden Krieg vor der Haustüre. All das sorgte bei den Skigebietsmanagern für einen sorgenvollen Blick auf die Saison 2022/23. So manches geplante Vorhaben verschwand erst mal wieder in der Schublade.

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