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Wetter : Wintereinbruch sorgt für Verkehrschaos in Westeuropa

  • Aktualisiert am

Ein Londoner Bus kämpft sich durch den frisch gefallenen Schnee Bild: AFP

Wetterwechsel in Westeuropa: Auf fünf britischen Flughäfen hob keine Maschine mehr ab, Züge fielen aus, Schulen blieben geschlossen. Belgien wurde vom ersten Schnee des Winters überrascht - mit den üblichen chaotischen Folgen.

          Schneechaos in Westeuropa: Ein plötzlicher Wintereinbruch hat am Donnerstag in Großbritannien, Belgien und den Niederlanden für Verspätungen im Luft-, Bahn- und Autoverkehr geführt. In London lagen fünf Zentimeter Schnee; die Flughäfen City, Gatwick, Luton und Stansted sperrten für mehrere Stunden ihre Start- und Landebahnen. Auch mehrere Schulen blieben in Großbritannien geschlossen. Belgien wurde am Morgen vom ersten Schnee in diesem Winter überrascht. Die Hauptstadt Brüssel war von einer zehn Zentimeter dicken Schicht bedeckt; auf dem Flughafen der Hauptstadt kam es zu Verspätungen. Auch in den Niederlanden herrschte ein Verkehrschaos.

          Nachdem im südwestenglischen Exeter vor drei Wochen noch frühlingshafte Temperaturen von mehr als 15 Grad Celsius gemessen wurden - der wärmste Januar seit 1921 - wurde die Region nun über Nacht in eine Winterlandschaft verwandelt. Zehn bis 15 Zentimeter Schnee lagen im Süden und im Zentrum Englands sowie in Wales. In London blieb der größte Flughafen Heathrow zwar geöffnet; einem Sprecher zufolge wurden aber mehr als 30 Flüge abgesagt, vor allem Kurzstreckenflüge. In den westenglischen Städten Bristol und Birmingham sowie im südwalisischen Cardiff wurde der Flugverkehr wegen der hohen Schneedecke unterbrochen.

          350 Kilometer Stau in Belgien

          In Belgien verursachte der Wintereinbruch kilometerlange Staus: Insgesamt wurden 350 Kilometer Stau auf den Richtung Brüssel führenden Hauptachsen gemessen. Die Züge im belgischen Schienennetz fuhren nach Angaben eines Sprechers der Bahngesellschaft planmäßig; der Hochgeschwindigkeitszug Thalys verspätete sich allerdings auf der Strecke von Paris nach Brüssel um bis zu 30 Minuten. Grund war offenbar das Chaos in Südbelgien: Auf den Höhenlagen der Ardennen lagen 20 Zentimeter Schnee; dutzende Lastwagen hatten Mühe voranzukommen.

          Eingeschneit

          In den Niederlanden kam es ebenfalls zum Verkehrschaos. Fast alle Start- und Landebahnen des Flughafens Amsterdam-Schiphol wurden gesperrt, lediglich zwei blieben geöffnet. Anstatt der üblichen 60 bis 70 Landungen pro Stunde wurden nur 30 zugelassen. Die Bahngesellschaft sperrte vorsichtshalber zahlreiche Zugverbindungen in der am dichtesten besiedelten Region des Landes, wo Amsterdam, Den Haag, Rotterdam und Utrecht liegen.

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