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Urlaub in den Alpen : Da braut sich was zusammen

So sieht eine verhagelte Wanderung aus: Auf dem Weg vom Gschöllkopf zur Erfurter Hütte, die man im Hintergrund erahnen kann. schlug innerhalb von Minuten das Wetter um. Bild: Andreas Lesti

In den Alpen lauern auch bei strahlendem Sonnenschein Gefahren, die schwer zu erkennen sind. Und nicht nur für all jene, die zum ersten Mal dort Urlaub machen.

          6 Min.

          Der Spaß war vorbei. Es war 20 Grad kälter geworden, und der Wanderweg, den wir uns vor einer halben Stunde in der Hochsommerhitze hochgequält hatten, versank unter einer weißen Schicht aus Eiskügelchen, als wäre es Winter. Der Hagel trommelte auf die Kapuzen und pikste wie Nadelstiche auf den Handrücken. Da sahen wir die Erfurter Hütte, gar nicht mehr weit. Dahinter zeichnete sich das Ebner Joch ab, unter grauschlierigen und schwefelgelben Wolken sah es unheilvoll wie der Schicksalsberg aus. Der nächste Donner dröhnte wie ein Kampfjet in unsren Ohren.

          Andreas Lesti
          Redakteur im Feuilleton der Frankfurter Allgemeinen Sonntagszeitung in Berlin.

          Nur ein paar Stunden zuvor hatte dieser sonnige und wolkenlose Julitag noch nichts von seiner Neigung verraten, etwas Unheilvolles im Sinn zu haben. Der Achensee lag still wie ein dunkelblauer Spiegel zwischen den Bergen, eingefasst von Karwendel und Rofan. Wir, zwei Erwachsene und zwei Kinder, wollten mit der Bahn zur Erfurter Hütte und dann zu Fuß auf einen Aussichtsberg, dessen Name wie ein Schimpfwort klang: Gschöllkopf. Du g’scherter Gschöllkopf! Das hätte uns skeptisch machen sollen.

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