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Unter Briten in Brighton : Pretty eccentric!

An der Strandpromenade reihen sich die weißen Strandhotels, und die Blaskapelle spielt im Pavillon. Hier ist Brighton ganz mondänes Seebad. Bild: Andrea Diener

Brighton ist auf den ersten Blick vielleicht nur ein ehrwürdiges englisches Seebad. Aber: Diese Stadt hat jede Jugendbewegung mitgemacht und ist bis heute Sehnsuchtsziel aller Londoner.

          8 Min.

          Der junge Herr mit den dunklen Locken trägt eine Cordkappe, einen dunkelblauen Gehrock mit breiten Aufschlägen, eine gelbrot gestreifte Weste, ein weißes Hemd mit rotem Krawattentuch und sieht insgesamt ungefähr aus wie aus einem Gedicht von Byronshelleykeats gefallen, also etwa so, als suche er blaue Blumen an Britanniens Gestaden. Das ist aber noch nicht so interessant wie die Tatsache, dass er ein Bündel vor sich herträgt, das sich bei näherer Betrachtung als ein rotäugiger Reiher entpuppt, der sorgsam gegen eventuell zugigen Seewind in eine Decke gehüllt wurde.

          Andrea Diener
          Redakteurin im Feuilleton.

          „Er kann nicht fliegen. Also kümmere ich mich um ihn“, sagt der junge Herr, als wäre nichts dabei. Und eigentlich ist auch nichts dabei, man sieht nur so selten junge Herren mit wehenden roten Krawattentüchern und Reiherbündeln, die einfach so in einer Gasse herumstehen, mitten in den North Laines, einer Ansammlung kleiner, alternativer Boutiquen, Burgerläden, Krimskramsauslagen und Kaffeenerd-Cafés, in denen die Direktimportbohne im japanischen Porzellanfilter handaufgegossen wird.

          Freigehege für wildgewordene Geradenochjunggesellen

          Aber Brighton ist eben nicht nur irgendein Hipsterparadies lebensstilbewusster Bartträger. Brighton ist viel mehr, nämlich Laufsteg für Exzentriker aller Art, Wochenendauslauf für brave Vorstadtbewohner, Freigehege für wildgewordene Geradenochjunggesellen, Experimentiergelände für abseitiges Unternehmertum und Bühne für wohlhabende Bürger, die es sich leisten können, eine Regencywohnung mit Meerblick zu beziehen. Und genau das hat in diesem britischen Musterseebad an der Südküste eine lange Tradition.

          Ein Bild wie aus einem Dickensroman: Wenn der Reiher kränkelt, ist es gut, wenn sich jemand um ihn kümmert.
          Ein Bild wie aus einem Dickensroman: Wenn der Reiher kränkelt, ist es gut, wenn sich jemand um ihn kümmert. : Bild: Andrea Diener

          Wenn es dem Londoner in der Stadt zu eng, zu eintönig, zu stinkig wird, wenn ihm Verkehr, Menschen und Verpflichtungen zu Leibe rücken, kurz: Wenn ihm alles auf die Nerven geht, dann flieht er aufs Land. Und dieses Land besteht entweder aus grünen Hügeln oder - wie es im achtzehnten Jahrhundert modern wurde - aus einer Küste mit vorgelagertem Wasser, denn Wasser galt nach Jahrhunderten des Verpöntseins auf einmal als gesund. Das begann genaugenommen mit Dr. Richard Russell, jenem Arzt aus Lewes an der englischen Südküste, der sich im Jahr 1747 ins nahe gelegene Brighton begab, um die Heilkräfte des Seewassers zu erforschen. Er fasste seine Erkenntnisse in einem Buch mit zeitgemäß barockem Bandwurmtitel zusammen, und bald schon strömte das bessere Volk in das kleine, vollkommen unglamouröse Fischernest an Englands Küste, um sich nassmachen zu lassen.

          Martha the Dipper, königliche Naßmacherin

          Man hat sich das so vorzustellen, dass in langärmelige, langbeinige Badekostüme sittsam gehüllte Herrschaften strengstens geschlechtersepariert in sogenannte Bademaschinen stiegen, hölzerne Karren, die ins Meer geschoben wurden. Dort vertrauten sie sich „Bathern“ und „Dippern“ an, resoluten Männern und Frauen, die das bisher mit dem nassen Element unvertraute bessere Volk auf den Arm nahmen und sanftestmöglich in die Fluten gleiten ließen. Die bekannteste ihrer Zunft ist Martha „the Dipper“ Gunn, eine - glaubt man dem Ölgemälde im städtischen Museum zu Brighton - kräftige, rotgesichtige Matrone und offizielle Nassmacherin des Prinzen von Wales. Sogar einen Vers gibt es über sie:

          To Brighton came he

          Came George III’s son.

          To be bathed in the sea,

          By famed Martha Gunn.

          Denn wer weiß, wie lange die hohe Gesellschaft nach Brighton gekommen wäre, wenn nicht die allerhöchste sich dort quasidauerhaft niedergelassen hätte in einer trotzigen, pflichtvergessenen Ferien-für-immer-Haltung. Diese allerhöchste Prominenz erschien in Gestalt des Prinzen von Wales, Sohn des Bauernkönigs Georg, der das einfache Landleben liebte, ein gestrenger Vater war und an seinem Sohn und dessen leichtem Lebenswandel so einiges auszusetzen hatte, bevor er der geistigen Umnachtung anheimfiel. Dieser Prinz, genannt „Prinny“, richtete sich in Brighton ein, denn eine gesunde Distanz zu London hatte für ihn viele Vorteile: Der Vater war weit, genügend Landschaft zum Ausreiten war nah, und die Sommerfrische brachte stets Nachschub an interessantem Mätressenmaterial.

          Ein zuckerbäckerfeines Zwiebelkuppelkonglomerat

          Und so wurde Brighton immer eleganter. Der feuchte, moorige Platz mitten im Dorf, auf dem die Fischer ihre Netze trockneten, wurde zu einem Park, in dem es sich promenieren ließ. Kurgäste bauten sich Sommerhäuschen auf die umliegenden Felder. Prinny errichtete seinen Pferden einen Stall im pseudoindischen Mogulstil mit einer gigantischen runden Kuppel, musste sich anhören, dass seine Pferde besser wohnten als er selbst, und baute sich deshalb noch einen phantastischen indischen Sommerpalast mit asiatischer Innenausstattung daneben. Und der war von einer Pracht, wie man ihn im bis dahin architektonisch eher nüchtern aufgestellten England noch nicht gesehen hatte. Wir haben es hier schließlich mit dem Volk zu tun, das als einziges in ganz Europa den Rokoko ausgelassen hat und stattdessen lieber klaren, klassischen Neopalladianismus in die Gegend stellte. Und nun das!

          Blick vom berühmten Brighton Pier auf die Stadt. Die blauweiß gestreiften Liegestühle sind ein Markenzeichen der Stadt.
          Blick vom berühmten Brighton Pier auf die Stadt. Die blauweiß gestreiften Liegestühle sind ein Markenzeichen der Stadt. : Bild: Andrea Diener

          Mitten in der Altstadt, gleich hinter der Reihe kalkweißer Seebadarchitektur, die den Strand säumt, öffnen sich die schmalen, verwinkelten Gassen der Altstadt, die „Lanes“, zu einem großen Park. Und darin steht, wie in einer anderen Welt gepflückt und hier aus Versehen fallengelassen, der Royal Pavilion, dieses zuckerbäckerfeine Zwiebelkuppelkonglomerat, vollgestopft mit Holzfigürchen, Brokatdraperien, Glitzerlüstern, Schnitzpodesten mit antiken Porzellanvasen, Seidentapeten in Rosa, Hellgrün und Gelb mit Bambus- und Kirschblütenornamenten, züngelnden Fabelwesen mit irisierenden Schuppen, die irgendetwas stützen, schlangenumwundene Säulen mit baldachingekrönten Kapitellen, vergoldeten Bananenblättern an der Decke, vergoldeten Stuckbommelgirlanden an der Wand, von denen vergoldete Glöckchen herabbaumeln und leise im Seewind klingeln. Darin exotisierende Polstermöbel, die aussehen, als könne man auf ihnen wunderbar ein Opiumpfeifchen nach dem nächsten rauchen, sonst aber nicht allzu viel Konstruktives vollbringen.

          Das englische Rabattenblümchenparadies

          In diesem steingewordenen Luftschloss verbrachte Prinny George seine rauschenden Sommer, um sich von seiner gescheiterten Vernunftehe mit der viel zu vernünftigen Caroline von Braunschweig abzulenken, seine Geliebten zu besuchen, sich ab und zu ins Wasser tunken zu lassen und ansonsten immer breiter zu werden, während Brighton immer größer wurde.

          Schließlich hatte Prinny seine Maximalausdehnung erreicht und starb nach zehn mageren Regierungsjahren als Georg IV., doch die Stadt wuchs ungehemmt weiter. Später betrat Queen Victoria den Royal Pavilion, rümpfte die Nase ob seiner gewöhnungsbedürftigen Dekadenz und verkaufte ihn kurzerhand an die Stadt. Die hielt dort erst Versammlungen ab, kurierte im Ersten Weltkrieg verwundete indische Soldaten, denen man mit dieser rührenden Geste ein Stück Heimat bieten wollte, restaurierte ihn schließlich und hegt und pflegt ihn nun als Hauptsehenswürdigkeit der Stadt aufs liebevollste. Im Pferdestall sind heute Stadtmuseum und ein Konzertsaal untergebracht. Und drumherum die Pavilion Gardens, auf deren Rasen bei schönem Wetter das Volk auf Decken lagert und freiwillige Helfer in Gestalt älterer, strickjackengewärmter Damen die Rabattenblümchen zupfen. Falls irgendjemand auf die Idee kommt, das Paradies in England zu suchen - hier wäre man wohl ziemlich nahe dran.

          Exzentriker und halbbegabte Tingeltangelkünstler

          Die unvernünftigsten Bauwerke, die halbe Königreiche in Schulden stürzen, erweisen sich Jahrhunderte später nicht selten als wahrer Segen. Denn ohne den Royal Pavilion wäre Brighton vielleicht nur eine Küstenstadt wie jede andere. So aber wurde sie zu Englands Hauptstadt der Exzentriker - und bei der durchwegs ansehnlichen englischen Exzentrikerdichte will das einiges heißen. Schräge Vögel gedeihen gerne dort, wo sich das Volk nach Amüsement und Zerstreuung sehnt. Und dort verzeiht es den überkandidelten Schauspielern, Individuen unklarer geschlechtlicher Ausrichtung und halbbegabten Tingeltangelkünstlern sogar dann, wenn im Restkönigreich die strenge Herrschaft des Viktorianismus jegliche Ausschweifung unter Generalverdacht stellt.

          Am späten Abend, wenn die Sonne über dem Meer untergeht und das viktorianische Pferdekarussell schließt.
          Am späten Abend, wenn die Sonne über dem Meer untergeht und das viktorianische Pferdekarussell schließt. : Bild: Andrea Diener

          Außerdem brauchen Exzentriker eine Bühne, und die gibt es hier, sogar mehrere, sehr prächtige Bühnen. Schon lange traf sich die bessere Gesellschaft besonders gern auf dem Chain Pier, an dem die Fähren anlegten, lief den Anlegesteg auf und ab, guckte, wer so ankam, und ließ ansonsten den lieben Gott einen guten Mann sein. Schließlich kam man in England auf die Idee, gänzlich nutzlose Piers zu bauen, die rein der Vergnügung und Lustwandelei dienen sollten. In sämtlichen Seebädern begann man alsbald unter Einsatz aller Kräfte britischer Ingenieurskunst mit der Planung dieser Piers aus Stahl, Holz und Glas, so auch in Brighton, denn man musste schließlich mit konkurrierenden Badeorten wie Eastbourne mithalten können.

          Melancholisch im Meer stehendes Stahlskelett

          Im Jahr 1866 wurde der West Pier gebaut, etwas außerhalb des Innenstadtgewimmels in der Nähe der großen, eleganten Hotels, und 1899 folgte sein Bruder, der Brighton Marina and Palace Pier. Leider hat nur Letzterer die Zeitläufte unbeschadet überlebt, denn der elegante Westpier mit seinem schönen Theatersaal brannte nach einer langen Phase ungeklärter Besitzverhältnisse und dringend benötigter Renovierung im Jahr 2003 ab - ob es ein Unfall war oder Brandstiftung, darum ranken sich bis heute viele Gerüchte. Was von ihm blieb, ist ein melancholisch vor dem Sonnenuntergang im Meer stehendes Stahlskelett, das sich auf Touristenfotos immerhin ziemlich gut macht.

          Dafür ist der jahrmarktbunte, vom Dunst des britischen Hauptnahrungsmittels Fish&Chips umwehte Brighton Pier noch immer der Mittelpunkt des Geschehens und Ziel jedes Junggesellenabschieds, der sogenannten Hen- und Stag-Parties, die zu jeder Zeit in ziemlich hoher Anzahl durch die Stadt marodieren, rosa Aufblaspenisse hinter sich herziehen und sich lautstark amüsieren.

          Strandleben - hier bei einem Rennen schwimmender Seifenkisten. Die Stadt ist bei allen Generationen gleichermaßen beliebt.
          Strandleben - hier bei einem Rennen schwimmender Seifenkisten. Die Stadt ist bei allen Generationen gleichermaßen beliebt. : Bild: Andrea Diener

          Abends geht man in Comedyshows, bei denen unbedarfte Zuschauer alle 365 Wörter für Geschlechtsverkehr lernen, die die englische Sprache bereithält, und nach dem vierten Schnaps und dem fünften Bier und dem sechsten Cider ist von ausnahmslos niemandem in der Gruppe noch kein kompromittierendes Foto gemacht worden. Doch der Engländer zelebriert das gelegentliche Besäufnis mit einiger Hingabe als Auszeit von der ihm sonst ständig abverlangten Zurechnungsfähigkeit. Kaum ein Volk Europas lässt es dermaßen rücksichtslos krachen.

          Unterhaltungsapparate und kreischfarbene Plüschdinger

          Dann zieht man weiter durch die Stadt, bleibt unterwegs überall hängen, wo bunte Lichter blinken, und landet unweigerlich doch immer wieder auf dem Pier. Man läuft auf und ab und dann mitten durch die schöne viktorianische Halle mit den bunten Glasfenstern, vor der Zoltan, der Wahrsageautomat mit dem hohen Turban, hinter Glas am Eingang wacht. Und drinnen blinken die Spielautomaten, moderne Unterhaltungsapparate, die zeitgenössisch kreischfarbene Plüschdinger mit Filmbezug in ihrem Inneren bergen und nur demjenigen ausspucken, der nicht an der unmöglichen Bedienung des Geräts scheitert. Andere Apparate werfen piepend und dudelnd Plastikchips aus oder gleich Bares, wenn sie erst einmal genug davon verschlungen haben. Am äußersten Ende des Piers schleudern Fahrgeschäfte kreischende Grüppchen in großem Schwung übers Meer und dann doch wieder zurück auf den halbwegs sicheren Holzbohlenboden.

          Familienspaß am Strand. Wer dem Trubel entgehen will, zieht sich in die ruhigen, schönen Gassen zurück.
          Familienspaß am Strand. Wer dem Trubel entgehen will, zieht sich in die ruhigen, schönen Gassen zurück. : Bild: Andrea Diener

          Das moderne Brighton der ausgelassenen Partykultur, die den mondänen, etwas betulichen Kur- und Badebetrieb ablöste, entstand in den sechziger Jahren. Am Wochenende fanden hier und in den benachbarten Seebädern Discoabende statt, und die Anhänger verschiedener Jugendgrüppchen schwangen sich in Busse und auf Motorräder, um aus London hinaus und an die See zu fahren. Nur fort von den Eltern, raus aus den öden Vorstädten - fast wie Prinny, nur mit wilderen Frisuren, mehr Drogen und lauterer Musik. Wie das aussah, kann man sich in dem Film „Quadrophenia“ anschauen, der zu einem großen Teil in Brighton spielt. Darin sieht man, wie die Rudel tagsüber in Cafés sitzen und fragwürdiges englisches Essen verzehren, um später gestärkt in die Nacht zu tanzen. Darin sieht man auch, wie es endete, nämlich in Straßenschlachten zwischen Mods und Rockern, zweier verfeindeter Jugendkulturen, die bei jeder sich bietenden Gelegenheit aneinandergerieten. Das Ganze kulminierte am Pfingstwochenende des Jahres 1964, als sich Tausende Mods mit ihren spiegelbestückten Motorrollern an die Küste begaben, nach Margate, Bournemouth, Hastings und auch Brighton. Dort stellten sie fest, dass nicht wenige Rocker auf die Idee gekommen waren, genau das Gleiche mit ihren Motorrädern zu tun.

          Der moralische Verfall der britischen Jugend

          Die Situation eskalierte. Die Mods in ihren Militärparkas und Anzugjacken und die Rocker mit ihren Haartollen und Lederjacken bewaffneten sich mit den blauweiß gestreiften Liegestühlen, wie sie bis heute überall am Strand und auf dem Pier herumstehen, und droschen wild aufeinander ein. Darunter mischten sich bald Polizisten mit Knüppeln, die fröhlich mitdroschen und sich größte Mühe gaben, die Meute in Polizeiwagen und dann in die Zellen des Gefängnisses zu komprimieren, das im Rathauskeller untergebracht war. Noch nie hatte Brighton einen solchen Aufruhr erlebt. Das Gefängnis war darauf ausgelegt, gelegentliche Diebe einer Kurstadt festzuhalten, keine Hundertschaften marodierender Jugendlicher. Bis zu vierzig von ihnen quetschte man in die fensterlosen Zellen. Am nächsten Tag las man in den Zeitungen vom fortschreitenden moralischen Verfall der Jugend, die die Nation spalten und ins Unglück stürzen würde. Aber sowohl die Nation als auch das Seebad überlebten die „Brighton Riots“ recht gut.

          Achtung, Learner: Alle paar Meter feiern Junggesellen und Junggesellinnen den letzten Abend vor der Ehe.
          Achtung, Learner: Alle paar Meter feiern Junggesellen und Junggesellinnen den letzten Abend vor der Ehe. : Bild: Andrea Diener

          Inzwischen haben die Jugendkulturen die gewaltbereite Durchsetzung ihres Lebensstils aufgegeben. Die Anhänger von Fatboy Slim oder Jimmy Somerville, die den harten Kern der populären Musikszene in Brighton bilden, feiern lieber friedlich vor sich hin. Die Sängerin Adele fährt in einem Vorort völlig ungestört ihren kleinen Sohn im Kinderwagen durch die Gegend. Man fällt hier nicht auf, das ist das Schöne, man lässt sich in Ruhe und anderen ihre Narrenfreiheit. Das verlangt ein wenig Toleranz, optische und akustische, und der Kiesstrand ist als Handtuchuntergrund auch eher gewöhnungsbedürftig. Aber dann denkt man an London, an den Verkehr und die Tube und die Luft und die vielen Menschen, und weiß wieder genau, warum man hier ist, in der Stadt, die Stadtflucht zum Programm erhoben hat.

          Im Seebad der Exzentriker

          Die Anreise erfolgt am besten von London aus. Fernbusse fahren in einer Stunde ab Flughafen Gatwick bzw. in zwei Stunden von Heathrow aus. Tickets kann man unter www.nationalexpress.com kaufen. Alternativ fährt auch ein Zug ab London Victoria. - Stadtführungen mit Einheimischen, den „Greeters“, organisiert das Fremdenverkehrsamt. Zu empfehlen ist auch die „Funny Peculiar Tour“, die sich speziell den Exzentrikern der Stadt widmet: www.redherringproductions.co.uk. - Informationen online auf der deutschsprachigen Seite de.visit-brighton.com. Die Reise wurde von Visit Brighton unterstützt.

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