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Zeit, neue Abenteuer zu planen : Traumpfade

  • -Aktualisiert am

Die Lagune von Humantay. Bild: mauritius images / Aleksandar To

Einsamer als über den ausgetretenen Inka-Weg gelangt man auf dem Salkantay-Trek zu den berühmten Ruinen Perus – und komfortabel noch dazu. Ab Ostern geht es wieder los.

          5 Min.

          Die Luft ist von der ersten Minute an dünn. Auf 3600 Meter Höhe geht es los, vier Autostunden von Cusco entfernt: Zu den Lama-Weiden und den an Steilhängen klebenden Quinoa-Feldern von Soraypampa sind es nur zwei Stunden, zu Fuß. Für den ersten Tag Programm genug, die dünne Luft lässt die Trekker in den Hochanden schnell hecheln. Sie bedanken sich überschwänglich bei ihrem Tourguide Toni dafür, dass Pferde das große Gepäck transportieren. Lorenzo vom Volk der Quechua versüßt den Marsch, indem er in traditioneller Tracht und Panflöte spielend voranschreitet auf die weißen Zacken der Sechstausender zu.

          Der höchste ist der Salkantay, mit 6271 Metern fast eineinhalbmal so hoch wie das Matterhorn und ähnlich formschön. Nach ihm ist der Pfad benannt, der in vier bis fünf Tagen zu den Inka-Ruinen von Machu Picchu führt. Mit 68 Kilometern ist der Salkantay-Trek länger als der berühmte Inka-Trail, überwindet aber weniger Höhenmeter. Und es gibt noch einen anderen, wichtigen Unterschied: Auf dem klassischen Inkaweg muss man campen. Tonis Gruppe bleibt hingegen die Erfahrung erspart, morgens mit der Nase an einer mit Reif überzogenen Zeltwand aufzuwachen. Sie checkt für die ersten zwei Nächte in der Salkantay-Lodge ein, wo es bei Ankunft feuchte Tücher und Ingwer-Minz-Cocktails gibt und im Kachelofen bereits Feuer lodert. Anny, eine Mittfünfzigerin aus North Carolina, die diese Reise ihrer Tochter zum Schulabschluss und ein bisschen auch sich selbst geschenkt hat, lächelt dankbar: „Ich bin zu alt, um am Ende eines langen, staubigen Tages ohne heiße Dusche ins Bett zu gehen“, gesteht sie, ehe sie sich ihrem dreigängigen Menü widmet: Süßkartoffelsuppe, Lomo Saltado mit Polenta, Quinoa-Tarte. Für die beschwingte Atmosphäre am Tisch sorgen nicht etwa Koka-Blätter in den Backentaschen, sondern argentinischer Malbec.

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