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Jakob Strobel y Serry (str.)

Tourismus in Corona-Zeiten : Wir müssen reisen

Dunkle Wolken über der Welt des Reisens: Auch für Paris gilt inzwischen eine Reisewarnung. Bild: dpa

Die Corona-Pandemie gibt uns eine Ahnung davon, wie eine Welt ohne Reisen wäre – es ist ein Schreckensbild.

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          Die Welt ist zum Risikogebiet geworden und der Reisende zum Risikofaktor. In hundertzweiunddreißig Länder können wir nach den Maßgaben des Robert-Koch-Instituts und des Auswärtigen Amtes derzeit nicht reisen, ohne uns selbst und unsere Mitmenschen akut zu gefährden. Tun wir es dennoch, drohen bei der Rückkehr Quarantäne und vielleicht noch immer Zwangstests – wenn es überhaupt so weit kommt. Denn in vielen Ländern sind Touristen gar nicht mehr willkommen.

          Neuseeland, Australien und Thailand etwa wollen bis auf weiteres keine ausländischen Touristen bei sich sehen, während viele andere Staaten die Hürden für eine Einreise drastisch erhöht haben. Der Tourismus ist ein Trümmerfeld: Globale Lieblingsstädte wie Prag verzeichnen Einbrüche um neunzig Prozent, der Luftverkehr erholt sich nur schleppend von seinem Kollaps, die Welttourismusorganisation korrigiert ihre Prognosen für 2020 immer wieder nach unten, und längst steht fest, dass die Menschen in diesem Jahr so wenig unterwegs sein werden wie seit Jahrzehnten nicht. Eine Freiheit und ein Vergnügen, die zu Selbstverständlichkeiten geworden sind, haben aufgehört zu existieren.

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