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Thailand : Wohnen mit Familienanschluss

  • -Aktualisiert am

Urlaub inmitten von freundlichen Thais Bild: R. Schuler/SRT

Schon mal frittierte Seidenraupen gegessen? Gar nicht so übel, aber kein Vergleich zu den vielen anderen kulinarischen Köstlichkeiten Thailands!

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          "Habt Ihr schon die Insekten versucht?" fragt Gae, schiebt sich dann ein besonders fettes Exemplar einer frittierten Bambusraupe zwischen die Zähne und bietet eine Kostprobe zum Verzehr an. Der Rest der Gruppe zögert. Nur wenige sind mutig genug, sich auf dieses spezielle Geschmackserlebnis einzulassen. Und siehe da, es schmeckt doch gar nicht so schlecht - knusprig außen, innen weich. Aber als komplettes Abendessen?

          Glücklicherweise stehen keine Bambusraupen auf Großmutter Yais Einkaufszettel. Großmutter Yai ist die Chefin der Küche in einem Gästehaus der etwas anderen Art. Im Haus ihrer Tochter Joy werden Urlauber zu Familienmitgliedern auf Zeit und erleben dabei Thailand auf eine andere, besonders intensive Art. Der gemeinsame Einkauf auf dem Markt gehört dazu.

          Stinkfrüchte, sehr verlockend

          Beim Marktbesuch erklärt Familienoberhaupt Joy genau jede exotische Spezialität, die an den unzähligen Ständen der nach außen hin so unscheinbaren Markthalle erhältlich ist. Frittierte Seidenraupen, die auf den ersten Blick aussehen wie Pommes Frites, Büschel duftenden Thai-Basilikums, rotbehaarte Rambutan, deren Fruchtfleisch wie Lychee schmeckt, oder die stachelig gelbe Durian, die vollreif ihrem Namen Stinkfrucht alle Ehre macht, jedoch aufgrund ihrer Inhaltsstoffe ausgesprochen beliebt ist.

          Joys Haus ist zwar kleiner, aber auch gemütlicher als ein Hotel

          In Joy's House am Stadtrand von Chiang Mai versuchen Gastgeber und Gäste, die Vision eines authentischen Tourismus zu verwirklichen, bei der der Gast als Mitglied in den erweiterten Familienverbund aufgenommen wird. Wie sehr man eingebunden wird, bestimmt man selbst je nach Interessen und Wünschen. Möglichkeiten gibt es viele.

          Massage, selbstgemacht

          Die Gäste können Großmutter Yai beim Kochen zur Hand gehen und sich dabei selbst den einen oder anderen Trick echter Thaiküche abschauen. Joys Bruder Sanit ist der Feingeist, der sich besonders mit thailändischem Kunsthandwerk auskennt.

          Interesse an einem neuen Outfit? Die Familie kennt die besten Schneider der Stadt, wo zu Preisen gearbeitet wird, wie sie sonst nur Einheimische bezahlen. Die traditionelle Thai-Massage kann mensch sich nicht nur gönnen, sondern sie auch in ein- bis zweiwöchigen Kursen selbst lernen. Und Bounthieng, der laotische Mönch im Haus, freut sich über jeden, der sich ihm bei seiner Meditation anschließt.

          Soziales Engagement im Urlaub

          Darüber hinaus können sich die Gäste in sozialen Projekten engagieren, die Joy's House unterstützt. Etwa die Entwicklung eines Bergdorfes der Minderheit der Karen oder die Förderung einer Grundschule. Doch egal, welche Vorlieben er pflegt, die Herzlichkeit seiner Gastfamilie wird dem Besucher in Erinnerung bleiben. Und ein Thailand der Thailänder, zu dem auch ihre ganz eigenen Kneipen gehören, in die Gae am Abend mit Joys Gästen auf ein Bier geht.

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