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Tennis in Florida : Der frühe Vogel fängt den Ball

  • -Aktualisiert am

Jene Winterwochen vor Beginn der deutschen Freiluftsaison, die der Autor Jahr für Jahr in Südflorida verbracht hat, zum Arbeiten und Tennisspielen – am liebsten auf den öffentlichen Volksplätzen. Bild: Karen D'Silva /Cavan Images/laif

Anyone for tennis? Von Begegnungen mit gemütlichen Pensionären und schmierigen Betrügern, Kriegsveteranen und Amateurhistorikern sowie Gerd Müller in den Courts von Florida.

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          „Ja. Es war eine glückliche Zeit.“ Der erste und letzte Satz aus Lars Gustafssons Erzählung „Die Tennisspieler“ ist vielseitig verwendbar. Er trifft zum Beispiel zu auf die glückliche Zeit, die ich unter den aktuell gegebenen Umständen am meisten vermisse. Jene Winterwochen vor Beginn der deutschen Freiluftsaison, die ich Jahr für Jahr in Südflorida verbracht habe, zum Arbeiten übrigens. Und zum Tennisspielen. Immer auf der Atlantikseite, in dem schmalen, dichtbebauten Küstenstreifen zwischen Miami Beach und Boca Raton, ungefähr auf halber Strecke.

          Fort Lauderdale gilt laut Wikipedia als „das Venedig Amerikas“, was in jeder Beziehung unsinnig ist. Das älteste Haus der Stadt stammt aus dem frühen zwanzigsten Jahrhundert, die protzigen Palazzi sind aus Beton und wesentlich jünger. In Küstennähe gibt es zwar jede Menge Kanäle, doch die meisten enden abrupt, genau wie die Straßen, die dazwischen verlaufen. In den seltensten Fällen sind sie durch Brücken miteinander verbunden. Lauderdale ist eine Stadt der Sackgassen. Es deswegen als „Damaskus Amerikas“ zu charakterisieren wäre trotzdem kein angemessener Vergleich. Orientalisch sind allenfalls die Gerüche, wenn man Richtung Downtown von einem der großen Boulevards abbiegt und zwischen den blühenden Vorgärten zum Tenniscenter radelt. Vor getaner Arbeit, wohlgemerkt.

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