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Tansania : Büffel kommen gern vorbei

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Die „Ngorongoro Crater Lodge“ liegt direkt am Rande des Kraters. Bild: © Remi Benali/Corbis

Eine Safari durch Tansania ist reich an Tieren und an Überraschungen. Gut, wenn man einen Massai an seiner Seite weiß.

          Schon der Blick von der Lodge in den Krater! Vorne glitzert der Lake Magadi im Rosé-Schimmer des Flamingo-Gewimmels, im sanften Grün der Ebene erkennt man die dunklen Schemen von Elefanten oder Gnus. Seitlich erheben sich in Blaugrün die Wände des ehemaligen Vulkans. Der Ngorongoro-Krater in Tansania gilt als Ebenbild des Garten Eden. Rund 25.000 Wildtiere leben in seinem Inneren auf einer Fläche von rund 300 Quadratkilometern. Wer die sprichwörtlichen „Big Five“ (Elefant, Nashorn, Löwe, Büffel und Leopard), die bei Großwildjägern so beliebt sind, in Afrika noch nicht gesehen hat: Hier im Krater wird er sie mit Sicherheit entdecken.

          Ngorongoro ist die spektakulärste Station unserer Tansania-Reise. Eigentlich geht es klassisch um „Bush & Beach“, aber maßgeschneidert auf die Bedürfnisse einer vierköpfigen Familie mit zwei Teenagern. Auf die Safari in der Serengeti folgen faule Tage auf Sansibar mit Schwimmen und Schnorcheln. Der „Bush“-Teil ist anstrengend, deswegen der „Beach“-Teil. Bei einer Safari steht man früh auf, spätestens um sechs Uhr. Dann ist man neun bis zehn Stunden mit dem Jeep unterwegs in einem bald zur Normalität werdenden Gerüttel, das die Einheimischen grinsend „Bush-Massage“ nennen. Je perfekter das Ganze organisiert ist, desto mehr kann man es genießen. Bei uns läuft es für Tansania-Verhältnisse fast unverschämt glatt. Der letzte Ratschlag unseres in Südafrika sitzenden Reiseveranstalters: „Ihr Urlaub ist ein Abenteuer und wird voller Überraschungen sein. Bringen Sie also Humor mit!“

          Begeistert überrascht zu sein

          Schon am Kilimandscharo Airport wartet ein Abholer. Ein Guide bringt uns in die Ngorongoro-Hochebene. Über Tage wird er uns begleiten bis zur Startpiste der kleinen Cessna, mit der wir in den Norden der Serengeti fliegen, um auf den nächsten Fahrer zu treffen. Es ist die aufwendigste und teuerste Reise, die wir je gemacht haben. Dafür brennen sich die wunderbaren Bilder ein. Ngorongoro als Start ist gut gewählt. Begeistert überrascht zu sein und überraschend begeistert: Dieser Zustand hält die ganze Reise über an. Die „Crater Lodge“, in der wir übernachten, passt sich der dramatischen Schönheit der Umgebung mit den üppigen Wäldern perfekt an. Sattgrünes Gras, durchschnitten von ziegelroten Sandwegen, hochragende Hütten mit Seegrasdächern und zum Krater ausgerichteten Terrassen, dunkle Hölzer, französische Eleganz, afrikanische Lässigkeit. Am Abend lässt der charmante Lodge-Butler Saibal ein Bad mit Rosenblättern ein. „Hakuna matata“ ist sein Lieblingsspruch: „Kein Problem!“ Morgens um 5.30 Uhr steht Saibal blendend gelaunt an der Tür und bringt Aufwachkaffee und Mangosaft. Der Luxus der „Crater Lodge“ wird nur durch ihren Standort überboten. Sie liegt direkt am Kraterrand. So können wir schon um kurz nach sechs als drittes Auto in die Kaldera fahren. Ein unschätzbarer Vorteil: Alle Autos müssen bei der Fahrt hinab auf den vorgezeichneten Wegen bleiben. Später füllt sich der Krater, und man kommt sich vor wie in einem riesigen Zoo, der statt von Fußgängern von Jeeps bevölkert wird. Doch am frühen Morgen ist alles leer. In Ruhe kann man mit dem Fernglas die Tiere beobachten.

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