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St. Petersburg : Im Reich der Steinpilze

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Schätze bietet die Stadt überall, hier der Katharinenpalast Bild: laif

Zum Studium der kulinarischen Künste laden ein: Lachs und Kaviar, Steinpilze und Hallimasch, Piroggen und Blinys.

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          Eine der beglückendsten Arten, St. Petersburg kennen zu lernen, ist das Studium der kulinarischen Künste. In den letzten Jahren sind zahlreiche Restaurants entstanden. Alte Paläste bilden häufig den stilvollen Rahmen für eine hierzulande noch weitgehend unbekannte Küche.

          Zu den edelsten Spezialitäten gehören Fische und Verwandte, vom Lachs und Hering bis zu Krabben und Miesmuscheln - glasklare Sache in einer Stadt, in der die Ostseewinde noch ungezähmt durch die Straßen fegen, und in deren Hinterland Bäche, Flüsse und der größte Binnensee Europas, der Ladoga-See, delikaten Wassertieren Lebensraum gewähren.

          Nicht nur beim Kunsthandwerk, bei Stickereien und Holzpüppchen, den Matrioschkas, lieben es die Russen farbig. Auch die Köche kombinieren traditionell bunt, mit grünem Salat, Gurken, Weißkohl und Roter Beete. Nordische Waldgewächse, wie Preisel-, Moos- und Wacholderbeeren, setzen Akzente.

          ..in dieser Welt nichts gesehen

          Doch die wahren Delikatessen heißen Steinpilz, Pfifferling, Reizker und Hallimasch. „Wer niemals Pilze gesammelt hat, der hat in dieser Welt nichts gesehen“, sagt ein russisches Sprichwort. Kein Festmahl wäre ohne diese behüteten Gewächse denkbar.

          Silvester und Weihnachten, das am 6. Januar gefeiert wird, sind heitere Feste. Dann heizen sich die Petersburger mit üppigen Suppen ein, mit heißen Piroggen, Blinys - und reichlich Hochprozentigem. Nicht selten gilt es, Minustemperaturen von bis zu 20 Grad Celsius vergessen zu machen. Dass der „Schampanskoje“ aus der Ukraine, nicht aus der Champagne kommt, interessiert dabei niemanden. „Die Franzosen verkaufen ja auch alles mögliche als Wodka und es ist keiner“, lacht ein Sergej, rotwangig, unter seiner Filzmütze hervor. Also dann: Na sdorowje.

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