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Spezial : Nordwales: Burgen, Berge und Druiden

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Vielleicht das berühmteste Schloss in Wales: Caernarfon Castle Bild: srt

Nordwales verbindet in idealer Weise Kultur und Natur: Spektakuläre Burgen und lange Sandstrände, steile Küsten und einsame Berge liegen dicht beieinander.

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          "Croeso i Cymru" begrüßt einen das Schild an der Grenze - "Willkommen in Wales". Das Land ist mit einer Fläche von etwas mehr als 20.000 Quadratkilometern gerade mal halb so groß wie die Schweiz. Die meisten seiner drei Millionen Einwohner leben im Süden, im Großraum der beiden Städte Cardiff und Swansea. Nordwales dagegen ist dünn besiedelt und zählt zu den unbekannteren Reisezielen Großbritanniens.

          Man sieht wieder einmal nichts. "Das ist ganz normal", tröstet ein walisisches Pärchen, das nicht zum ersten Mal am Gipfel des Mount Snowdon steht, die umstehenden Touristen. Eine geschlagene Stunde lang kämpfte sich die alte Zahnradbahn von Llanberis nach oben, bis sie die Gipfelstation erreichte. Und jetzt nur Nebel. Mit 1.085 Metern ist der Mount Snowdon der höchste aller walisischen Berge - oder wie die stolzen Waliser gerne betonen, denen es immer eine besondere Freude macht, wenn sie "besser" sind als die Engländer: "Der höchste Berg in Wales und England".

          Bei schlechtem Wetter hilft - Geduld

          Offenbar ist sich der Berg seines Starstatus' bewusst. Wie eine Diva nimmt er sich das Recht zu seinen Launen. Immer wieder versteckt er sich hinter dichten Wolkenfeldern und versagt den Gipfelstürmern den Ausblick. Aber Geduld und die Kenntnis walisischer Sprichwörter helfen mitunter weiter. Eines davon lautet: "Wenn dir das Wetter in Wales nicht gefällt, warte fünf Minuten". Oft dauert es zwar länger als fünf Minuten, aber irgendwann zeigt sich dann auch der Snowdon gnädig. Wenn die Wolken aufreißen, eröffnet sich von hier ein herrlicher Blick über den Nordwesten des Landes, über die Bergwelt des Snowdonia Nationalparks und die Insel Anglesey. An klaren Tagen reicht er sogar weit hinaus bis zur Isle of Man.

          Der Snowdon Nationalpark ist ein Paradies für Naturfreunde. Kilometerlange Pfade laden zur Erforschung der Bergwelt ein. Mit dem Fernglas macht man Jagd auf die vielen seltenen Vögel. Und wer nicht allzu kälteempfindlich ist, kann sich auch zum Schwimmen in einen der vielen kleinen Bergseen wagen. Egal was man macht: Die walisischen Spruchweisheiten sollte man beherzigen und dementsprechend immer wetterfeste Kleidung einpacken.

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