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Sommerurlaub in Dänemark : Von der Gleichheit des Augenblicks

Der Strand ist die Sehenswürdigkeit

Einer der schönsten Strände in der Region ist „Fjellerup Strand“. Er liegt vor den Toren von Grenaa, einer ruhigen Handelsstadt auf der Nasenspitze von Djursland mit alten Industrieruinen und einer mittelalterlichen Kirche am Marktplatz, wo im Sommer jeden Samstag Musik gespielt und Bier gezapft wird. Der Strand aber ist die eigentliche Sehenswürdigkeit: Sieben Kilometer lang zieht er sich an der Küste entlang und bietet neben feinem Sand und seichtem Wasser einen Steg mit Rampe, damit auch die insbesondere im maritimen Zusammenhang oft vergessenen Rollstuhlfahrer ohne Weiteres ins Wasser kommen können. Manche wollen von hier aus schon eine Herde Schweinswale beobachtet haben, die von April bis Oktober an der Küste von Djursland entlangschwimmt. Die majestätischen Tiere, die bis zu 200 Meter tief tauchen und bis zu acht Minuten lang die Luft anhalten können, gelten als besonders scheu und erregen daher viel Aufsehen. Hinter den Dünen und auf einem weitläufigen Waldareal liegen viele Sommerhäuser – allerdings nehmen die sich hier eben das, was in Lystrup so wunderbar gleich verteilt ist: die Sicht.

Mit unterschiedlichen Finanzierungshilfen aus ganz Dänemark wurde in Ebeltoft ein außergewöhnliches Kulturzentrum geschaffen.
Mit unterschiedlichen Finanzierungshilfen aus ganz Dänemark wurde in Ebeltoft ein außergewöhnliches Kulturzentrum geschaffen. : Bild: Kulturloft

Fährt man von der Küste weiter südlich wieder etwas ins Land hinein, gelangt man in den vielfach ausgezeichneten Nationalpark Mols Bjerge. Hier, wo beim letzten Eisvorstoß vor etwa 18 000 Jahren die Gletscher zum Stillstand kamen und ihre Zungen sich ins Land geschnitten haben, sodass tiefe Buchten um die langgestreckten Hügel zurückblieben, hier wurden gefährdete Tierarten wieder angesiedelt. Insbesondere Wildpferde, die seit 2016 in Freiheit leben, begegnen dem Besucher. Durch die Randmoränenlandschaft führt ein verzweigtes Wegenetz, das man zu Fuß, mit dem Fahrrad oder auch hoch zu Ross erkunden kann. Vorbei kommt man an bronzezeitlichen Hügelgräbern, mittelalterlichen Burgruinen, stillgelegten Mühlen und – besonders eindrucksvoll – an markanten Toteislöchern, die durch abgebrochene Eisbrocken entstanden sind.

Attraktion für kleine Kinder

Vom Wandern oder Reiten müde, bietet die nahe gelegene Kleinstadt Ebeltoft eine gute Gelegenheit für einen Kaffee oder streunenden Spaziergang. Schiefe Fachwerkhäuser, verwinkelte Gassen mit Kopfsteinpflaster und blühende Stockrosen sind die charakteristischen Kennzeichen einer ehemals florierenden Hafenstadt. An diese Zeit erinnert unten in der Bucht noch das Holzsegelschiff „Fregatten Jylland“, dessen Besuch heute Familien mit kleinen Kindern als Attraktion dient. Das 1301 gegründete Städtchen hat viel von seinem maritimen Flair verloren, aber dafür gibt es seit vergangenem Jahr ein neues, strahlkräftiges Wahrzeichen: „Maltfabrikken“, die alte Malzfabrik, die durch landesweite finanzielle Unterstützung in ein lebendiges Kulturzentrum verwandelt wurde und erst seit einigen Monaten eröffnet ist.

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