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Skifahren in Liechtenstein : Pistenzauber auf der Briefmarke

  • -Aktualisiert am

Entspanntes Skifahren auf den Pisten Lichtensteins Bild: srt

Malbun in Liechtenstein ist ein Geheimtipp für Wintersportler, die einfach nur in Ruhe Ski fahren wollen.

          2 Min.

          Warum müssen es eigentlich immer Österreich oder die Schweiz sein? Eingekesselt zwischen einem halben Dutzend Zweitausendern liegt das kleine Fürstentum Liechtenstein mit seinen 21 Pistenkilometern. Ein kleiner, aber feiner Ort für Skifahrer, die Ruhe suchen.

          Vor allem Familien mit Kindern zieht es hinauf in das sympathische Skidorf Malbun, das von der deutschen Grenze gerade einmal eine dreiviertel Stunde Autofahrt entfernt liegt. Aber auch Genuss-Skifahrer, die einfach in Ruhe die Pisten genießen wollen, kommen hierher.

          Hotels und Ferienwohnungen mit bäuerlichem Stil

          Verglichen mit seinen Nachbarländern ist Liechtenstein nur so groß wie eine Briefmarke. Seine prächtigen Postwertzeichen haben das kleine Fürstentum zwischen Österreich und der Schweiz bei Philatelisten in der ganzen Welt berühmt gemacht. Noch beliebter ist das Land aber bei der wohlhabenden Prominenz aus dem Ausland: Sie schätzt Liechtenstein vor allem als Steuerparadies. Trotz seiner internationalen Gäste ist das Fürstentum ein ruhiger Fleck geblieben: Die etwa 33.000 Einwohner der elf Dörfer schaffen mit ihrer Gastfreundschaft ein Gefühl der Nähe und des Aufgehobenseins.

          Tief verschneit liegt Malbun in einem engen Talkessel. Der Ort besteht fast ausschließlich aus Hotels und Ferienwohnungen. Riesige Bauklötze sucht man allerdings vergebens: Alle Häuser sind in bäuerlichem Stil gebaut und haben ein idyllisches Flair. Lärmenden Après-Skizirkus und bunten Jet Set wird man in Malbun genauso wenig finden. Autos müssen an Wochenenden am Parkplatz vor dem Ortseingang stehen bleiben. Diskotheken gibt es keine. Statt dessen trifft man sich abends in geselliger Runde in einem der zwölf Gastwirtschaften. Wer im Ort selbst übernachtet, der fällt am Morgen sozusagen auf die Pisten. Alle anderen Gäste bringt der Skibus hinauf zur Talstation auf 1.602 Meter.

          Auch anspruchsvolle Skifahrer kommen auf ihre Kosten

          Am Lift Schlange stehen ist in Malbun meist kein Thema. Deshalb stürzen sich die Gäste direkt ins weiße Vergnügen. Die Pisten unterhalb von Sareiserjoch und Augstenberg sind vornehmlich leichter und mittelschwerer Natur. Ideal für die ersten Schwünge auf Ski oder Snowboard ist der Schlepplift Schneeflucht direkt am Ortseingang.

          Auf der gegenüberliegenden Talseite bringt einen die Vierersesselbahn Sareis auf das Sareiserjoch, dem idealen Terrain für anspruchsvollere Skifahrer. Im Bergrestaurant - übrigens der einzigen Skihütte im gesamten Skigebiet - werden typische Käsknöpfli mit Apfelmus serviert. Einmal in der Woche lädt der Hüttenwirt zum Raclette- oder Fondue-Abend ein.

          Von der Panorama-Terrasse eröffnet sich ein schöner Blick auf die umliegenden Berge: Wer ringsrum die gewaltigen Gipfel von Naafkopf (2.570 Meter), Augstenberg (2359 Meter) und Galinakopf (2.198 Meter) sieht, der glaubt kaum, dass er sich nur auf 2.000 Meter befindet. Direkt unterhalb des Bergrestaurants beginnt die einzige schwarze Piste des Skigebiets. Sie ist nach frischem Schneefall ein Paradies für Tiefschneefans. Mit etwas Glück trifft man hier auch auf Fürst Hans-Adam II., der in einem Schloss hoch über der Hauptstadt Vaduz residiert, und sich an sonnigen Tagen gerne einmal unters Skivolk mischt.

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