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Seilbahn-Unglück : Tourismus ringt um neues Vertrauen

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Nach der Brandkatastrophe mit mehr als 150 Toten am österreichischen Kitzsteinhorn ringt die Tourismusbranche in Kaprun um neues Vertrauen. Nach der Bergung der Opfer und der Erforschung der Unfallursache sollen die Gäste über die Lage aufgeklärt werden. Die Unglücksbahn wird in den nächsten Monaten nicht wieder in Betrieb genommen.

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          Nach der Brandkatastrophe mit mehr als 150 Toten am österreichischen Kitzsteinhorn ringt die Tourismusbranche in den Alpen um neues Vertrauen. „Natürlich ist das Vertrauen jetzt gestört“, sagt der Tourismusdirektor von Kaprun, Hans Wallner, ein.

          Nach der Bergung der Opfer und der Erforschung der Unfallursache sollen die Gäste über die Lage aufgeklärt werden. Da im Gegensatz zu der unterirdisch geführten Unglücksbahn alle übrigen 54 Liftanlagen in der „Europa-Sportregion Zell am See/Kaprun“ über der Erde verliefen, sei „eine Wiederholung völlig ausgeschlossen“.

          Gäste werden umgeleitet

          Im Moment werden besorgte Gäste, die ihren Urlaub unmittelbar in der Region Kaprun gebucht hatten, auf andere Gletschergebiete zum Beispiel in Tirol umgeleitet, berichten Salzburger Reisemanager. Dennoch wird versichert, dass die Skisaison planmäßig Ende November oder Anfang Dezember eröffnet wird. Diese Nachricht ist besonders für die ausländischen Urlauber bestimmt. Denn 36 Prozent aller Gäste stammen aus Deutschland, ein Fünftel aus den Niederlanden.

          Über konkrete Einbußen im Tourismus will kein Verantwortlicher spekulieren. Das verbiete die Pietät gegenüber den noch nicht geborgenen Toten, heißt es zur Begründung. Einzig sicher ist, dass die Unglücksbahn „in den nächsten Monaten nicht in Betrieb gehen wird“. Die gesamte Zukunft dieser Bahn sei in Frage gestellt.

          Galtür läßt hoffen

          Der Vergleich mit der Tiroler Gemeinde Galtür, in der vor fast zwei Jahren eine Lawine mitten in der Wintersaison Dutzende Menschen tötete, lässt die Urlaubsindustrie aber hoffen. Nach kurzem Besucherrückgang kamen die Skifans wieder so zahlreich wie früher.

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