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Schlemmen in Nordspanien : Kurze Wege bis zum Tisch

  • -Aktualisiert am

Das Auge isst mit, der Hund hat das Nachsehen: Was Spaniens Boden hergibt, wird unter den Händen der Köche zu Kunst. Bild: Markus Kirchgessner

Im nordspanischen Navarra gedeihen Wein, Artischocken und Trüffeln vorzüglich. Auch der Stier wird aufgegessen, nachdem er in der Arena den Tod gefunden hat. Ein Ausflug in drei Gängen.

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          Ernest Hemingway trat in Pamplona als vorbildlicher Reisender auf. Als er 1924 auf der Plaza del Castillo aus dem Autobus stieg, begab er sich direkt ins Café Iruña unter den Arkaden am Rand des Platzes. Diese weitläufige, tabakbraune Lokalität mit den gußeisernen Säulen und großen Kandelabern verließ er nur, um in die angeschlossene Bar zu wechseln oder um zum Angeln in die Pyrenäen zu fahren. Er sprach Spanisch, aß gerne gut und war fasziniert vom traditionellen Stierlauf am Fest des heiligen Fermín, wenn die Kampfstiere durch die engen Gassen der Altstadt zur Arena preschten und junge Männer mit ihnen um die Wette liefen. Hemingway fühlte sich nicht als Tourist, sondern als Kenner und Liebhaber, aber er wahrte die Grenzen und blieb hinter der Barriere. In seinem Roman „Fiesta“ schrieb er vom selbstmörderischen Kitzel der Encierros und dem Tod eines Mannes, der dabei von einem Stier durchbohrt wurde. „Fiesta“ machte Pamplona und den Stierlauf weltberühmt.

          Heute ist Sanfermín eine riesige Party, bei der mehr Menschen durch Alkohol als durch Hörner oder Hufe zu Schaden kommen. Jeder Tourist, der in den Augen der Polizei noch als zurechnungsfähig durchgeht, darf mit den Stieren rennen. Die digitale Anzeige über dem Eingang eines Souvenirladens in der Altstadt zählt die Sekunden bis zur nächsten Festwoche, die am 6. Juli beginnt. Von einem Schild gegenüber blickt Hemingway – rotes Halstuch, Baskenmütze – auf die tickende Leuchtschrift an der Wand. Er fand schon damals, dass sich zu viele komische Engländer in der Stadt herumdrückten.

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