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Die Mahlers auf Reisen : Szenen einer Ehe

  • -Aktualisiert am

Heute auch Jugendherberge: Grand Hotel Toblach Bild: Mauritius

Alma und Gustav Mahler verbrachten drei dramatische Sommer in Wien, New York und im Südtiroler Pustertal. Eine Spurensuche.

          5 Min.

          Drei Jahre, die es in sich haben, im Leben von Alma und Gustav Mahler: 1908, 1909, 1910. Sie haben Wien verlassen, Gustav triumphiert in New York, Alma feiert, gemeinsam verbringen sie die Sommerfrische in Südtirol. Er kämpft mit Krankheit und Sinfonien, sie betrügt ihn mit dem jungen Walter Gropius. Er entdeckt einen feurigen Liebesbrief des Nebenbuhlers. Es sind Anekdoten voller Gipfelglück und Metropolengewusel, Grabesstille und Kuhglockenläuten.

          Döbling, Wienerwald

          Die Villa in der Nusswaldgasse steht nicht mehr, die Nussbäume schon noch. Stille. Wien? Weit weg. Stadtrandatmosphäre. Hier also betrieb Berta Zuckerkandl während der vorletzten Jahrhundertwende ihren Salon. Salonièren, das war damals eine Art Businessbrunch. Und hier also hatten sie sich kennengelernt. Alma Margareta Maria Schindler und Gustav Mahler. Es soll jedoch an ein halbes Wunder gegrenzt haben, dass er an diesem Abend, dem 7. November 1901, überhaupt auftauchte. Ein wenig kauzig sei er, der Herr Hofdirektor, so hieß es. „In Gesellschaft verbreitet er manchmal eine Atmosphäre, als läge eine Leiche unter dem Tisch“, schrieb Alma später über ihn. Sie dagegen: die Schönste von ganz Wien. Gerade mal 22 Jahre alt. Er war 41. Sie suchte den Small Talk, lobte das Ballett, er erklärte ihr, dass davon nichts zu halten sei. 122 Tage später heirateten sie. In der Karlskirche.

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