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Prenzlau in der Uckermark : Einsamer nie als im Kasino

Hier geht es Richtung Zukunft: Ein Graffiti des städtischen Prestigeprojekts „Sonnenkap“ an einer Prenzlauer Hauswand Bild: Andreas Pein

Was einmal die Hauptstadt der Uckermark war, ist heute verloren zwischen Backstein und Platte: Der Dichter Gottfried Benn lebte hier wenige, aber entscheidende Monate.

          9 Min.

          Wer sich von Südosten der Stadt nähert, der kommt als Erstes am „Marktkauf“ vorbei. Einem riesigen Einkaufszentrum, in das die Menschen aus der gesamten Region strömen. Tierfutter wird angepriesen, McDonald’s-Flaggen wehen im Wind – ein bisschen amerikanisches Provinzflair liegt in der Luft. So als würde Bruce Springsteen gleich von einem Pick-up springen und im Baumarkt verschwinden. Gegenüber vom „Marktkauf“ begrüßt Prenzlau – dessen Name den meisten wohl nur vom Berliner Edelkiez Prenzlauer Berg bekannt sein dürfte – seine Besucher auf einem Ortsschild mit dem verheißungsvollen Slogan „Stadt küsst See“. Dann kommen erst mal nur Neubauten und hier und da ein paar Backsteinhäuser. Rechter Hand passiert man militärisches Sperrgebiet. „Uckermark-Kaserne“ steht auf der von Stacheldraht geschützten Mauer. Seit 2007 ist hier das letzte Fernmeldebataillon der Bundeswehr stationiert.

          Simon Strauß
          Redakteur im Feuilleton.

          Mit ihrer Kommunikationstechnik verbinden die Fernmelder aus Prenzlau deutsche Heeressoldaten weltweit. Im Gefecht werden Befehle und Informationen mit ihrer Hilfe schnell ausgetauscht. Darüber hinaus richtet das Bataillon auch Gefechtsstände und die Infrastruktur für Sprach-, Bild- und Videoübertragung ein. Hier sitzt also die zentrale IT-Verwaltung der Bundeswehr. Dass ein Uniformierter gerade auf sein schickes E-Bike steigt und eine Seitenstraße hinabfährt, die vor einem guten Jahrhundert ein Offizier entlanggelaufen sein könnte, der später ein großer Dichter werden würde, passt da gut ins Bild.

          Popcorn zum Mitnehmen

          Mehr ist von einer glanzvollen militärischen Vergangenheit jedenfalls nicht übrig geblieben. 1234 von einem Pommernherzog gegründet und wenig später unter brandenburgische Herrschaft genommen, schaut Prenzlau auf eine über dreihundertjährige Geschichte als Garnisonsstadt zurück. Bereits 1767 wurden Kasernen für zwei in Prenzlau stationierte Infanteriebataillone errichtet. Militärische Bauten prägen bis heute das Bild der ehemaligen Hauptstadt der Uckermark und werden inzwischen als Verwaltungs- oder Schulgebäude genutzt. Mindestens so reichhaltig wie die militärische ist die sakralbauliche Historie der Stadt. Schon bei seiner Gründung verfügte Prenzlau über ein Kloster, das reumütige Prostituierte aufnahm, und vier Pfarrkirchen. Die berühmteste von ihnen ist die Marienkirche, deren zwei Giebeltürme die Stadt hoch überragen. Das Bauwerk gilt als herausragendes Beispiel norddeutscher Backsteingotik und wirkt – umgeben von Plattenbauten und Glasfassaden – wie ein Zeuge aus ferner Vergangenheit. In der prunkvollen dreischiffigen Hallenkirche wurde während des Dreißigjährigen Krieges der bei Lützen gefallene Schwedenkönig Gustav Adolf für ein paar Tage aufgebahrt. Heute finden hier vor allem Kunstausstellungen und Konzerte, aber keine Gottesdienste mehr statt. Auf den Treppen vor einem Seiteneingang des verschlossenen Sakralbaus hat ein Prenzlauer Familienvater Teelichter aufgestellt, die er regelmäßig im Gedenken an die Eltern entzündet, die im Moment besonders gefordert sind. An die müsse man neben den Pflegekräften auch denken, hat er unlängst in einem Interview mit der Lokalzeitung gesagt.

          Plattenbau vor Marienkriche in Prenzlau.
          Plattenbau vor Marienkriche in Prenzlau. : Bild: Andreas Pein

          Verschiedene Kriege trafen die Stadt Prenzlau im Laufe ihrer Geschichte hart: Während des Siebenjährigen Krieges war die Stadt von russischen und schwedischen Truppen, im preußisch-französischen von französischen Soldaten besetzt. Aber die schlimmste Wunde wurde Prenzlau von der Roten Armee geschlagen, die in den letzten Apriltagen 1945 einmarschierte und fünfundachtzig Prozent der Stadt in Schutt und Asche legten. Auch die Marienkirche mit ihrem prächtigen Ostgiebel brannte damals fast vollständig aus. Seit den siebziger Jahren wird sie rekonstruiert. Gerade wird im Auftrag des Kulturstaatsministeriums das kostbare Kreuzrippengewölbe aus dem 14. Jahrhundert wiederhergestellt. Von dem einstigen historischen Stadtbild ist nicht viel übrig geblieben. Eine langgezogene Einkaufsstraße führt von der Marienkirche auf ein altes großes Filmtheater, in dessen Haupthalle ein Ein-Euro-Laden gezogen ist. Das Kino selbst ist in einen Seitenflügel ausgewichen und bietet auf berührende Weise Popcorn zum Mitnehmen für die Filmvorstellung zu Hause an. Das Schreibwarengeschäft nebenan hat schon zugemacht, an der Mauer ruft neben Hansa-Rostock-Stickern ein schlecht gedruckter Flugzettel („Lockdown Stoppen – Wahnsinn beenden“) zur Anti-Corona-Demonstration auf.

          Und doch: Prenzlau entspricht nicht nur dem (westdeutschen) Klischee der verlorenen Oststadt. Auf der anderen Seite der Marienkirche, da, wo die Stadt den Unteruckersee „küsst“, lädt ein Spaziergang entlang der alten, zum Schutz gegen die Askanier angelegten Stadtmauer zum Blick über den schönen Seepark ein, der für die 2013 in Prenzlau abgehaltene Bundesgartenschau angelegt wurde. Mehrere Schaugärten, eine Freilichtbühne, ein neu belebter Weinberg und immer wieder ausladende Blicke auf den See bilden ein überraschend liebliches Panorama. Oben, im ehemaligen Unterstand für den Leichenwagen, könnte man in pandemiefreier Zeit in einem Cafe nach italienischem Vorbild sitzen und den steil abfallenden Stadthügel hinabschauen. Über die Strandpromenade etwas höher gelaufen, stößt man auf den sogenannten „Mitteltorturm“, der neben der Marienkirche als zweites Wahrzeichen der knapp 20.000 Einwohner zählenden Stadt gilt und mit seinem kunstvoll gedeckten Wehrgang im 15. Jahrhundert als Teil der Stadtbefestigung gebaut wurde. Nebenan hat vor vier Jahren eine auf Fahrradtouristen spezialisierte Pension eröffnet. Der Betreiber blickte vor dem erneuten Lockdown auf erfolgreiche Monate zurück, denn seit dem Ausbruch der Corona-Epidemie hat der Verkehr in Prenzlau sprungartig zugenommen. Gute hundert Kilometer von Berlin entfernt, am Ufer des malerischen Unteruckersees und direkt am Radfernweg Berlin–Usedom gelegen, bietet die Stadt vor allem in den Sommermonaten beste Möglichkeiten für Spaziergänge und Radfahrten. Aber auch immer mehr Wassersportler entdecken die über die Ostsee-Bahnstrecke nach Stralsund auch mit dem Zug gut angebundene Gegend.

          Benn kam im April 1912 nach Prenzlau

          Prenzlaus derzeitiges Prestigeprojekt, das sich als großflächig gesprayte Zukunftsvision schon auf einer Hausfassade in der Innenstadt ankündigt, ist ein großangelegter Campingplatz am Stadtrand, der unter dem Namen „Sonnenkap“ pünktlich zur Saison 2021 fertiggestellt sein soll. Auf einer Fläche von knapp elf Hektar, direkt an der Strandpromenade des Unteruckersees gelegen, entstehen hier rund 240 Stellflächen für Wohnanhänger, Wohnmobile und Zelte, aber auch Wellnessbereiche mit Sauna und Sole. Ob in diesem Zuge auch das nahe gelegene Seerestaurant „Am Kap“ gastronomisch etwas ambitionierter wird, bleibt abzuwarten (das bekannte Sternerestaurant „Alte Schule“ ist gute vierzig Minuten von Prenzlau entfernt). Ein paar berühmte Töchter und Söhne hat Prenzlau auch zu bieten. Allerdings liegen sie nicht auf dem großzügig angelegten Stadtfriedhof, der letzte Heimstatt für die eher lokalen Leuchtsterne ist: Kriegsgefallene, Schlachtermeister, KPD-Politiker, ein Mundartdichter und – sie kündigt die Prominententafel als Letztes an – „eine leidenschaftliche Leserbriefschreiberin“. Der neben der späteren preußischen Königin Friederike Luise bekannteste Sohn der Stadt ist der Landschaftsmaler und Goethefreund Jakob Philipp Hackert. Der ansässige Rotary Club hat eine Büste von ihm gestiftet, die vor dem alten Dominikanerkloster steht.

          Ein Name, der bislang auf allen Prenzlauer Listen fehlt, ist der des Dichters Gottfried Benn. Seine Beziehung zu Prenzlau ist nur wenigen bekannt. Dabei war sein – zugegebenermaßen sehr kurzer – Aufenthalt in der Stadt für sein weiteres Leben und Schreiben entscheidend. Benn kam im April 1912 nach Prenzlau, um den zweiten Teil seiner schon am 1. Oktober 1910 in Berlin begonnenen aktiven Militärzeit anzutreten. Kurz vorher hatte er erfolgreich alle Abschlussprüfungen absolviert und sein Medizinstudium an der Berliner Kaiser-Wilhelms-Akademie mit einer statistischen (und nur als genügend bewerteten) Dissertation über „die Häufigkeit von Diabetes mellitus im Heer“ beendet. Im Rang eines Unterarztes wurde der fünfundzwanzigjährige Benn beim Prenzlauer Infanterieregiment 64 eingestellt, das sich im Deutsch-Französischen Krieg in der Schlacht bei Mars-la-Tour großen Ruhm erworben hatte. Als Benn nach Prenzlau kam, zählte die Stadt 26 800 Einwohner. Davon waren über sechstausend Militärs. Es wird also eine korpsgeistige Stimmung geherrscht haben, getragen von jenem durch das preußische Militär geprägten gesellschaftlichen Habitus, den Benn in dieser Zeit annahm und nie wieder ganz verlieren sollte. Sosehr der märkische Pfarrerssohn, dessen linkes Augenlid bei einer Mensur nach einem „vortrefflichen Durchzieher“ eines Zimmernachbarn verletzt wurde und fortan leicht herabhing, das militärische Leben als Ideal schätzte, so sehr litt er an seiner praktischen Durchführung. Die unsinnlich-antiintellektuelle Atmosphäre, die der angehende Dichter in Prenzlau erlebte, hat Eingang gefunden in das aus persiflierenden Gesprächsfetzen des Offiziersjargons montierte, frühexpressionistische Gedicht „Kasino“, das 1912 in der von Alfred Kerr herausgegebenen Avantgarde-Zeitschrift „Pan“ erschien: „Eine Kugel muß man sich im Kriege immer noch aufsparen: Fürn Stabsarzt, wenn er einen verpflastern will. Na Prost, Onkel Doktor! – Vorläufig bin ich ja noch zu rüstig. Aber wenn ich mich mal auf Abbruch verheirate: Brüste muß sie jedenfalls haben, Daß man Wanzen drauf knacken kann! – Kinder! Heut Nacht! Ein Blutweib! Sagt: Arm kann er sein und dumm kann er sein; Aber jung und frisch gebadet. Darauf ich: janz ihrer Meinung, Gnädigste, Lieber etwas weniger Moral Und etwas äußere Oberschenkel. Auf dieser Basis fanden wir uns. Was für Figuren habt Ihr denn auf dieser Basis aufgebaut? Lachen einigt alles.“

          Am Marktberg in Prenzlau.
          Am Marktberg in Prenzlau. : Bild: Andreas Pein

          Benns Biograph Holger Hof („Gottfried Benn – Der Mann ohne Gedächtnis“, 2011, Klett-Cotta) vermerkt, dass er sich am 1. April „mit Schulden im Gepäck und einem noch nicht bezahlten Koffer in der Hand“ bei seiner Truppe in Prenzlau meldete. Da hatte er gerade sein Debüt, das sechzehnseitige lyrische Flugblatt „Morgue“, beim Kleinverleger Alfred Richard Meyer veröffentlicht und bei der Kritik einiges Aufsehen erregt.Während in Berlin die erste große Futuristen-Ausstellung eröffnet wurde und Filippo Tommaso Marinetti im Cabriolet durch die Stadt fuhr, machte Benn, wie er sich später erinnerte, „auf den Kartoffelfeldern der Uckermark die Regimentsübungen mit“. Kurz nach seiner Ankunft in Prenzlau, am 9. April 1912, starb Benns Mutter mit 54 Jahren an Krebs. In einem Brief an seinen Studienkollegen Leo Königsmann schrieb er voller Verzweiflung aus Prenzlau: „Einsamer und verwaister fühlt man sich nun. Wenn es auch schließlich nur das war, dass sie manchmal sagte, man sollte sich neue Nachthemden kaufen, oder sie einem neue Strümpfe schickte, es war doch jedenfalls Liebe, die nicht mal Dank erwartete und glücklich war über jedes gute Wort. Und die eben da war, wenn man sie brauchte.“ Ein Jahr später fasste Benn seine Trauer in ein Gedicht, dessen Zeilen bis heute zu den innigsten deutscher Sprache gehören: „Ich trage dich wie eine Wunde / auf meiner Stirn, die sich nicht schließt / Sie schmerzt nicht immer. Und es fließt / das Herz sich nicht draus tot. / Nur manchmal plötzlich bin ich blind und spüre / Blut im Munde.“

          Die eigentliche Ursache bleibt unklar

          Benn in Prenzlau: Das ist eine Episode, nicht mehr. Und doch scheint sich Benn hier in dieser Stadt, in diesen wenigen Monaten, dazu entschlossen zu haben, sein Leben zu ändern. Nicht mehr Offizier, sondern Dichter werden zu wollen. Der Abscheu vor dem Abfall des Ideals in die Wirklichkeit, der Tod der Mutter, die gedankliche Enge des Offizierskasinos – all das strapazierte und reizte seine Nerven so sehr, dass er offenbar einen radikalen Entschluss traf. Anfang Juni, kurz nachdem er vom Unter- zum Assistenzarzt aufstieg, wurde ihm von der Prenzlauer Kommandantur schon wieder ein dreimonatiger Urlaub gewährt. „Die Ereignisse um seinen Abschied lassen sich nur in groben Umrissen, rekonstruieren“, schreibt Biograph Hof, „die eigentliche Ursache bleibt unklar.“ Was sich aus den wenig erhaltenen Briefen des Sommers 1912 ergibt, erweckt den Eindruck einer vorgeschobenen Krankheit: Die von Benn kolportierte offizielle Version lautet, dass „sich nach einem sechsstündigen Galopp bei einer Übung eine Niere lockerte“. Eine medizinisch nur schwer nachweisbare Wander- oder Senkniere bot Benn die Möglichkeit, Prenzlau zu verlassen, ohne das Gesicht zu verlieren. Gegenüber seinem Freund Königsmann verweist Benn auch auf „innere Gründe“, die ihn nicht „felddienstfähig“ machten, spricht unter anderem von „dem unheimlichen Drang nach Reisen und anderen Erdteilen“, die seine Entscheidung beeinflusst hätten.

          Dass Benn diesen Drang in Prenzlau spürte – „wo drei Giebel und ein grüner Zaun eine Straße sind und sechs solcher Straßen um eine alte Kirche die ganze Stadt ist“, wie er damals in einem Brief schrieb –, kann man auch heute noch nachfühlen. Insbesondere, wenn man vor der „Roten Kaserne“ steht, jenem monumentalen Gebäude in der Karl-Marx-Straße, in dem die Angehörigen des Infanterie-Regiments seit 1879 untergebracht waren. Auch Benn könnte hier abends an einem der Fenster gestanden und auf das Exerzierfeld vor ihm geschaut haben. Später waren hier Einheiten der Luftwaffe stationiert, 1949 zog eine Volkspolizei-Bereitschaft ein, zuletzt ein Pionier-Bataillon, das teils aus Bausoldaten bestand. 1994 wurde das Gebäude zur Kreisverwaltung umgebaut. Jeder, der heute in der Gegend etwas bauen will, muss seinen Antrag hier stellen – in einem der großräumigen Büros, die noch immer nicht ganz daran gewöhnt sind, dass hier keine Stiefelhacken mehr gegeneinanderschlagen.

          Auf den Ruinen der Stadt

          Im September 1912 kehrte Benn nach einem dreimonatigen Ostseeurlaub noch einmal nach Prenzlau zurück, bevor er in Berlin eine Stelle als Assistent im Westend Krankenhaus übernahm. Erst im März des darauffolgenden Jahres wurde er offiziell aus seinem Prenzlauer Regiment entlassen. Die Stadt blieb ihm in Erinnerung. Schon deshalb, weil sein drei Jahre jüngerer Bruder Stephan seit 1927 als Pfarrer in der Marienkirche predigte. Ein paar Jahre später wechselte er zur St. Sabinen-Gemeinde und wurde von hier aus Zeuge, wie im November 1938, am Morgen nach der Reichspogromnacht, die nahe gelegene Synagoge auf Anweisung des Bürgermeisters niedergebrannt wurde. Die Ruinen ließ die Stadt Prenzlau auf Kosten der jüdischen Gemeinde abtragen. In den Folgejahren wurden die etwa dreißig verbleibenden jüdischen Bewohner nach Theresienstadt deportiert, darunter auch der sechsundachtzigjährige Rabbiner und seine Frau. An die verlorengegangene jüdische Geschichte der Stadt erinnert heute eine Gedenktafel vor der St. Nikolai-Kirche. Der angepriesene Renaissance-Altar bleibt auch hier hinter verschlossenen Türen. Ein offenes Gotteshaus begegnet einem auf diesem Corona-Spaziergang nicht.

          Überraschend idyllisch: Passanten an der Uckerpromenade am Unteruckersee in Prenzlau
          Überraschend idyllisch: Passanten an der Uckerpromenade am Unteruckersee in Prenzlau : Bild: Andreas Pein

          Dafür steht vor dem Rathaus eine „Bürger-Vorschlagsbox“, in die die Bewohnerinnen und Bewohner Prenzlaus ihre Wünsche und Anregungen stecken können. Auch über die Installierung einer Webcam, um die touristische Attraktivität Prenzlaus zu steigern, denkt die Stadtverwaltung nach. Würde ein dichtender Fernmelder heute in die Stadt kommen, müsste er nicht mehr in einer Kaserne wohnen, sondern könnte für 490 Euro eine Dreizimmerwohnung mieten. Die Angebote der ansässigen Wohnungsbaugenossenschaft klingen verheißungsvoll. Im Dominikanerkloster gibt es eine öffentliche Bibliothek, beim Segelclub unten am Unteruckersee sind noch Liegeplätze frei, und der Zug nach Berlin braucht nur anderthalb Stunden. Beste Voraussetzungen also für einen neuen „Morgue“-Band.

          Der Weg nach Prenzlau

          Anreise Von Berlin aus erreicht man Prenzlau in etwa anderthalb Stunden mit dem Auto, mit der Bahn mit dem RE3 Richtung Stralsund.

          Unterkunft Die Pension Mitteltorturm vermietet Zimmer je nach Saison ab 80 Euro. Infos zum neuen Campingplatz (öffnet voraussichtlich am 1. Mai) unter: sonnenkap-camping.de.

          Literatur Holger Hof, Gottfried Benn – Der Mann ohne Gedächtnis, Klett Cotta, 27 Euro. Jürgen Theil, Alt-Prenzlau, Sutton Verlag, 19,99 Euro.

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