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Passagierschiff : Französische Werft baut Schiff der Superlative

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So soll sie aussehen:„Queen Mary 2” Bild: dpa

Der neue Atlantik-Kreuzer soll alle Rekorde brechen: "Queen Mary 2" wird schneller, größer und teurer als all ihre Vorgänger.

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          Weltenbummler mit dem nötigen Kleingeld dürfen sich auf eine ganz neue Art des Reisens freuen: Am Mittwoch beginnt im westfranzösischen Saint-Nazaire der Bau des größten Passagierschiffes der Welt. Gegen die "Queen Mary 2" wirkt der bisherige Rekordhalter in Sachen Größe, die "Voyager of the sea" oder auch die "Titanic" wie ambitionierte Klein-Projekte.

          Die britisch-amerikanische Reederei Cunard will mit dem Schiff die "Romantik einer vergangenen Epoche der Seefahrt" wieder aufleben lassen. Dabei scheuen die Investoren keinen Superlativ. 750 Millionen Dollar wird der 345 Meter lange Atlantik-Riese kosten und Platz für 2.600 Passagiere und 1.250 Besatzungsmitglieder bieten. Zum Vergleich: Die bekannte Titanic würde heute 300 Millionen Dollar kosten und war nur 269 Meter lang.

          Eine Stadt auf dem Atlantik

          Diese romantischen Hochgefühle wird sich nicht jeder leisten können. Zwar sind die Kabinenpreise noch nicht bekannt, doch schon jetzt kostet eine normalen Suite auf der "Queen Elizabeth 2", dem erklärten Vorbild für das neue Super-Schiff rund 1.300 Euro pro Tag. Wer sich nicht mit der Economy Class zufrieden geben will, kann sich auch in die "Queen-Suite" für rund 6.400 Euro einmieten. Das kann bei den vorgesehenen Atlantiküberquerungen ganz schön ins Geld gehen. Dafür bekommt der Reisende aber auch Einiges geboten: Mehrere Casinos, Nobelrestaurants, Kinos und Diskotheken - und das alles im Art-dèco-Stil der 20er und 30er Jahre.

          In spätestens zwei Jahren soll der Luxus-Liner bei "Chantiers de l'Atlantique", der weltgrößten Passagierschiffswerft, vom Stapel laufen.

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