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Norwegens Fjorde : Blühende Obstbäume und Schnee bedeckte Berge

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Der Obstanbau am sonnenverwöhnten Sörfjord hat Tradition Bild: Berge/NTR

Im Mai, zur Obstblüte, wird der Hardanger Fjord zur farbenprächtig blühenden Oase, und nur wenig später kann man die Früchte direkt an der Straße kaufen.

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          Der Hardangerfjord ist zwar nicht der längste, aber für viele der König der Fjorde. Ende Mai erwartet Besucher am Sörfjord, einem der zahlreichen Nebenarme des Hardangerfjordes, eine Überraschung: An den Abhängen blühen unzählige Obstbäume, und auch die Wiesen an den Fjordufern sind mit Frühlingsblumen gesprenkelt, während auf den Bergspitzen noch Schnee liegt. In Lofthus, dem Zentrum des Obstanbaus, stehen 400.000 Obstbäume in voller Blüte, ein Fünftel des gesamten norwegischen Obstbaumbestandes.

          Der Obstanbau an den sonnenverwöhnten Osthängen des Sörfjordes hat eine lange Tradition. Zisterziensermönche kamen schon im 13. Jahrhundert nach Lofthus und machten ihr Kloster zu einem Obst- und Gemüsegarten. Mit der Reformation verschwanden die Mönche und der Obstanbau geriet in Vergessenheit. Erst im 18. Jahrhundert besannen sich die norwegischen Bauern auf die Arbeit der Mönche und machten einen Neuanfang. Heute verkaufen sie ihre Äpfel, Birnen, Pflaumen und Kirschen am liebsten direkt an der Straße.

          Im Land der Wasserfälle grünt es

          Von den blühenden Obstplantagen bei Lofthus sind es nur wenige Kilometer bis nach Kinsarvik, dem besten Ausgangspunkt für einen Tagesausflug durch das Kinsotal auf die Hardangervidda. Der wasserreiche Kinsofluss überwindet in mehreren Stufen und Wasserfällen 1.000 Meter Höhenunterschied von der Hardangervidda bis zum Fjord. Bei der Wanderung durch das bis heute weitgehend naturbelassene Kinsotal hat man immer wieder faszinierende Ausblicke auf die drei großen Wasserfälle, den Nyastølfoss, den Nykkjesjøfoss und den Søtefoss.

          Die Gischt der Wasserfälle überzieht die ganze Umgebung mit einem feinen Schleier aus kleinsten Wassertröpfchen, was die Vegetation üppig sprießen lässt. Die Felsbrocken sind mit dicken Moosteppichen überzogen, die Bäume tragen lange Bärte aus Moosen und Flechten. Beim Aufstieg hat man anfangs noch einen guten Blick auf den immer kleiner werdenden Fjord, bis sich langsam die Hardangervidda ankündigt. Die Bäume werden kleiner, die Landschaft zunehmend karger und geht schließlich in eine baumlose Hochebene mit abgerundeten Bergkuppen über.

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