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Namibia : Frischer Wind in Swakopmund

  • -Aktualisiert am

Immer noch präsent: Historische Namen Bild: srt / v. Poser

Die Küstenstadt ist seit kurzem auch per Linienflug von Windhoek aus erreichbar. Besonders lohnenswert: Ausflüge zur Skelettküste im Norden Swakopmunds.

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          Ungeachtet der Diskussion um die Relikte aus der kolonialen Vergangenheit weht seit einiger Zeit ein frischer Wind durch die Straßen von Swakopmund. Die Stadt entwickelt sich zu einem modernen Touristenziel. Wie Pilze sprießen private Unternehmen aus dem Boden, die Aktivitäten wie Quat-Biken, Sandboarding, Kayaking, Parasailing und Skydiving anbieten. Auch Ausflüge in die Dünen, an die Skelettküste und zu den Delfinen und Robbenkolonien starten von hier aus.

          Ein Grund für den derzeitigen Tourismusboom sind die stark verbesserten Verkehrsmöglichkeiten: Swakopmund wird von Windhuk per Linienflug bedient. Auch der Desert Express, ein moderner Wüstenzug, der seit 1998 zweimal wöchentlich ab Windhuk fährt, bindet die Küste besser an die Hauptstadt an. Die exklusive Bahn fährt über Nacht und quert dabei einmal die Namib-Wüste. Unterwegs hält der Zug zur Löwenfütterung auf einer Gästefarm und zur Sternenschau mitten in der Namib.

          Zusammenspiel von Alt und Neu

          Im Gegensatz zu vielen Politikern haben die Tourismusmanager längst erkannt, dass die Zukunft der Region nur in der Symbiose aus Alt und Neu liegen kann. Am deutlichsten wird das im ehemaligen Swakopmunder Bahnhofsgebäude. Der alte koloniale Bau wurde vor einigen Jahren zu einem topmodernen Hotel umgebaut. Dort, wo einst die Schienenstränge verliefen, sonnen sich heute Touristen am Pool. In das Hotel wurde ein Spielkasino integriert. Hier schieben die Gäste beim Roulette oder Black Jack Namib-Dollar hin und her. Das feine Restaurant bietet sehr gute namibische und internationale Küche.

          Nicht ganz so exklusiv geht es in den urigen Kneipen der Altstadt zu. Im Café Anton werden in typisch deutscher Atmosphäre Schwarzwälder Kirschtorte und Apfelkuchen serviert. Zu den beliebtesten Treffpunkten gehört seit vielen Jahren Kücki's Pub: Hier speist man vorzüglich namibische Wild-Spezialitäten wie Springbock, Oryx und Kudu. Dazu reichen die Kellner ausgezeichnete südafrikanische Weine. Der Abend endet meist einen Stock höher an der Bar bei deutschen Schlagern und einem kühlen Windhuk Lager-Bier - gebraut nach dem deutschen Reinheitsgebot von 1516.

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