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Antikes Erbe in Las Médulas : Römisch reich

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Von den antiken Minen, in denen Tausende arbeiteten, ist eine bizarre Kulturlandschaft geblieben

Von den antiken Minen, in denen Tausende arbeiteten, ist eine bizarre Kulturlandschaft geblieben Bild: Brigitte Merz / LOOK-foto

Auf Rundwegen wandert man heute dort, wo einst knapp 100 Millionen Kubikmeter Erdreich gesprengt worden sein sollen. Wahrscheinlich war es die größte Goldmine des Römischen Reiches. 1997 wurde sie zum Weltkulturerbe ernannt.

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          Das krachende Tosen, wenn der Berg auseinanderbricht, ist kaum zu ertragen. Wasser platzt in die Stollen, Druck sprengt das Gestein, vom Berg bleiben Brocken, Schlamm, Lehm. Und die Bergleute schauen wie Sieger auf den Zusammenbruch der Natur. „Für so viel Gefahren und Kosten genügte allein die Hoffnung das zu finden, was man begehrte.“ Gold. So notiert es Plinius der Ältere um 70 nach Christus. Fast 2000 Jahre später geht man an Gemüsegärten vorbei nach Las Médulas, den antiken Goldbergwerken in der nordwestspanischen Provinz León. Eine alte Frau jätet Unkraut im Tomatenbeet. Hinter Ginster und Kastanienbäumen ragen die Picachos auf, rot und spitz wie gigantische Termitenhügel. Nicht Wind oder Regen haben sie geformt, sie stehen dort, weil die Bergleute damals nicht alles zerstören konnten. Knapp 100 Millionen Kubikmeter Erdreich sollen in Las Médulas in knapp zwei Jahrhunderten gesprengt und weggespült worden sein, wahrscheinlich war es die größte Goldmine des Römischen Reiches mit zeitweise mehreren Tausend Arbeitern. Geblieben ist eine zerklüftete Folgelandschaft, rund zwanzig Quadratkilometer groß, die 1997 von der Unesco zum Weltkulturerbe ernannte wurde. Auf Rundwegen wandert man dort, wo einst Berge standen.

          Las Médulas übersteige das Werk von Giganten, schreibt der ältere Plinius in seiner „Naturkunde“. Diese Landschaft ist ockerfarben und zerspalten, geschaffen von Menschenhand. Wahrscheinlich konnte sich Plinius im 1. Jahrhundert nach Christus selbst ein Bild von den Arbeiten machen, während seiner Zeit als Prokurator in der Provinz Hispania Tarraconensis, dem heutigen Nord- und Ostspanien. „Ruina montium“ hieß die Technik: Das Wasser gab dem Menschen die Kraft, ganze Berge zu zerstören. Über Hunderte Kilometer wurde es hierhergeleitet, durch Kanäle und über Aquädukte. Die Arbeiter schlugen ein Raster blinder Stollen ins Gestein und ließen große Mengen Wasser hineinschießen. Dabei entstand ein so gewaltiger Luftdruck, dass er den Berg zerbersten ließ und die Trümmer kilometerweit davonspülte. In speziellen Kanälen wuschen die Bergleute das Gold aus den Ablagerungen, nutzloses Geröll schichteten sie zu „murias“ auf, Steinhaufen, die noch heute in der Landschaft herumstehen. Dort, wo Explosionen Bruchkanten hinterlassen haben, sieht man die Sprengkanäle wie dunkle Augen im roten Stein sitzen, auf den Waschkanälen wächst Erika.

          Seit 1997 sind die Bergwerke Weltkulturerbe Bilderstrecke
          Seit 1997 sind die Bergwerke Weltkulturerbe :

          Der Weg nach Las Médulas

          Anreise Iberia fliegt täglich von Frankfurt nach Madrid und weiter nach León (www.iberia.com). Günstiger ist es, von Madrid mit dem Bus weiter nach León zu fahren (www.alsa.es). Weiter mit dem Mietwagen.

          Las Médulas Die Rundwege sind von April bis September täglich geöffnet (mehr – leider nur auf Spanisch – unter www.ccbierzo.com, dort „Médulas“ in die Suchmaske eingeben).

          Römisches Erbe Touren auf den Spuren des römischen Erbes in Astorga finden täglich außer montags statt (Touristeninformation, Plaza Eduardo de Castro 5). Das Römische Museum ist geöffnet von Dienstag bis Sonntag, sonntags allerdings nur vormittags (Plaza San Bartolomé 2).

          Übernachten In Astorga zum Beispiel im Hotel „Astur Plaza“, einem freundlichen Hotel mitten in der Altstadt (Plaza España 2, www.asturplaza.com).

          Weitere Informationen beim spanischen Fremdenverkehrsamt im Internet unter www.spain.info, zum römischen Erbe in Atorga siehe www.asturica.com

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