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Burma : Die Wasserstraße nach Mandalay

Die Straßenverkäufer sind schon aktiv: Frühmorgens in Rangun. Bild: Andrea Diener

Endlich Hoffnung: Trotz des Erbes der Militärdiktatur und des Konflikts mit den Rohingya beginnt der Tourismus, Burma langsam zu verändern.

          9 Min.

          Jeder einzelne Quadratmeter Ranguns wurde dem Dschungel abgerungen. So ganz entschieden ist der Kampf aber noch nicht. Der Urwald feuchtelt in die Stadt hinein, sprießt aus allen Ritzen hervor und überzieht die Fassaden mit einem grünlichen Belag. Wenn man kurz nicht hinschaut, zack, schon wieder hat sich das Grün ausgebreitet und irgendetwas besiedelt, was es nicht besiedeln soll. Die Ranguner tun ihr Bestes, die bröselnde Bausubstanz vor dem Zusammenbruch zu bewahren. So manches, das aussieht, als widersetze es sich seit einem Jahrhundert der tropischen Witterung, steht da erst seit den achtziger Jahren.

          Andrea Diener
          Redakteurin im Feuilleton.

          Heiß ist es obendrein. Im Frühling noch zahme fünfunddreißig Grad, von Mai an ist es Sommer, da zeigt das Thermometer vierzig Grad. Im Spätsommer folgt die Regenzeit, dann beruhigt sich die Angelegenheit bis Oktober zu einer kühlen, grünen Frische. Und der Dschungel wuchert wieder. Dennoch, in Rangun steht man früh auf, um sieben Uhr wimmelt es schon in den Straßen. Was man zu erledigen hat, erledigt man besser, bevor die Mittagshitze einsetzt. Und in Rangun gibt es einiges zu erledigen. Nicht nur für die Einheimischen, die auf einem der vielen kleinen Märkte entweder Lebensmittel kaufen oder verkaufen, die in aller Herrgottsfrühe auf der Straße sitzen, Tee aus Pumpkannen pumpen und frühstücken. Auch wir Besucher sollten lieber früher aufstehen.

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