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Mona Lisa im Louvre : Dreißig Sekunden – und keine mehr

  • -Aktualisiert am

Bald nur noch dreißig Sekunden mit Reservierung: Bewunderer der Mona Lisa im Louvre. Bild: Getty

Der Louvre ächzt unter der Besucherlast und zieht bei der Mona Lisa die Reißleine: Anstellen zum Kurzrendezvous.

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          Trouvez-moi“: Finden Sie mich! So neckisch treibt es die verlockendste Dame der Kunstwelt mit ihren Verehrern. Als ob sie das Versteckspiel nach ihrem provisorischen Umzug in einen anderen Saal des Pariser Louvre nötig hätte. Alle wollen doch nur zu ihr. Und alles wird sich um sie drehen, wenn ihrem Schöpfer Leonardo da Vinci anlässlich seines fünfhundertsten Todestages im Herbst eine spektakuläre Ausstellung gewidmet wird. Dabei soll sie an der Schau nicht unmittelbar teilnehmen, sondern in der Nähe Hof halten. Sie soll, so wollen es die Verantwortlichen, auch in der Zeit der Ausstellung für alle Besucher des Louvre da sein.

          Derzeit wird der Saal im Denon-Flügel, in dem sie seit Jahr und Tag als Primadonna des Hauses residierte, renoviert und sicherheitstechnisch überarbeitet. Ende Oktober soll sie dorthin zurückkehren. „Finden Sie mich“, heißt es also nur vorübergehend in neu gedruckten Lageplänen. Doch kann sie überhaupt noch würdevoll präsentiert werden angesichts rasant wachsender Besucherzahlen? Wer sie sehen möchte, begreift fast augenblicklich, dass er an einem sportlichen Parcours teilnehmen wird. So auch an diesem Pariser Sommermorgen. Schon vor Öffnung der Kassen sind die Schlangen lang und schwellen von Minute zu Minute an. In Rucksäcken und Taschen wird beharrlich nach bildtechnischem Equipment gekramt, Selfiestangen werden montiert und gerichtet.

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