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Engadin : Ohne Auto ans Ende des Tals

  • -Aktualisiert am

Stilles Tal: Am Fluss Roseg in verschneiter Lärchenwaldlandschaft. Bild: picture-alliance

In das unberührte Val Roseg darf man nicht mit dem Auto fahren. Am besten lässt man sich mit dem Pferdeschlitten abholen, um die einzige Unterkunft zu erreichen.

          6 Min.

          Alles eine Frage der Energie, „positiv oder negativ“, meint Marina Fliri. „Sie haben nämlich sehr schnell heraus, wer auf dem Kutschbock sitzt. Und je nachdem übernehmen sie das Kommando.“ Sie, das sind zwei kraftstrotzende Ardenner-Pferde: Aragon, ein Schimmelwallach, und die Stute Donna, ein Dunkelfuchs, muskulös, breitschultrig, mit zotteligem Winterpelz trotzen sie der Kälte. Gerade mampften die Ardenner eine Zwischenmahlzeit aus dem Futtersack. Nun nimmt die junge Frau auf dem Bock Platz. Sie trägt dicke Handschuhe, an den Füßen pelzgefütterte Stiefel, die Kapuze der Expeditionsjacke hängt ihr tief über die Augen herab. „Rrr rrr!“, sagt Marina Fliri, zugleich minimal die Zügel anziehend.

          Die Pferde stemmen sich gegen die Deichsel, ein Ruck geht durch das Gefährt, und Aragon und Donna manövrieren den Schlitten im Rückwärtsgang auf die schneebedeckte Fahrbahn. Wir sitzen in der Wagonette, bis zur Nase eingemummelt in Wolldecken, obendrauf ein Schafspelz. Auf einer zweiten Bank ist unser Gepäck deponiert. „Ho, ho!“, die Peitsche emporgereckt, gibt Fliri den Pferden den Startbefehl. Begleitet vom Glöckchenklingeln am Geschirr schweben wir in das tief verschneite Val Roseg hinein.

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