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Halve Maen : Segeltörn in die Vergangenheit

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Das Schiff, das New York entdeckte – oder zumindest seine dritte Inkarnation: Die Halve Maen. Bild: Picture-Alliance

Die Halve Maen im Hafen von Hoorn ist der Nachbau eines Schiffs aus dem siebzehnten Jahrhundert. Ihr berühmtester Kapitän war Henry Hudson – der mit dem Original einst Manhattan entdeckte.

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          Wie ein Segelschiff aus dem siebzehnten Jahrhundert sieht sie nicht aus. Eher wie ein groß geratenes Modell davon. Aber die Maße stimmen. Auf knapp zwanzig Metern drängeln sich drei Masten und ein Bugspriet mit insgesamt sechs Segeln. Das erhöhte Vorderdeck bietet kaum Platz für zwei Matrosen, die dort die Taue bedienen. Das ebenfalls erhöhte, schmale und steile Achterdeck teilen sich der Kapitän und die Bedienung des Besanmastes sowie ein Passagier, der achtgeben muss, nicht im Weg zu sein. Einzig auf dem etwa fünf Meter breiten Hauptdeck kann man ein paar Schritte tun; allerdings nur, wenn dort nicht gerade die Segel des Großmastes bedient werden.

          Der Passagier auf dem Achterdeck bin ich. Den Sitzplatz auf einem Kasten, unter dem der Steuermann steht, den einzig möglichen Sitzplatz an Bord, habe ich mir schon zwei Tage vor dem Törn ausgesucht, als ich die Halve Maen zum ersten Mal besuchte und die Fahrt gebucht habe. Von dort aus hat man eine gewisse Übersicht, auch wenn das Großsegel den Blick nach vorne beeinträchtigt. Überdies sitzt man gleich neben dem Kapitän – und eben über dem Steuermann, der dort unten den Kolderstock bedient, eine Fortsetzung der Ruderpinne. So etwas wie ein Steuerrad gab es 1609 noch nicht, selbst auf Schiffen nicht, die größer waren als diese beidseitig spitz zulaufende Nussschale.

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