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Lungenentzündung : Was Fluglinien gegen SARS tun

  • Aktualisiert am

Bei Thai Airlines gibts Schutzmasken Bild: AP

Damit sich die tödliche Lungenkrankheit SARS nicht weiter ausbreitet, unternehmen die Fluggesellschaften verschiedene Bemühungen.

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          Durch den Flugverkehr hat sich die tödliche Lungenkrankheit SARS in wenigen Wochen weltweit ausgebreitet. Die Fluggesellschaften stehen daher im Zentrum der Bemühungen um eine Eindämmung des Schweren Akuten Respiratorischen Syndroms (SARS). Sie unternehmen verschiedene Bemühungen unterschiedlicher Stärke - von Informationen bis zur Quarantäne.

          Warnhinweise

          Mehrsprachig werden Passagiere aus Asien - dem SARS-Hauptherd - sowie Reisende Richtung Asien vor der Krankheit gewarnt. Der Kern der Flugblatt-Kampagnen basiert auf Informationen der Weltgesundheitsorganisation (WHO). Reisende sollen wissen, dass SARS mit Grippe-ähnlichen Symptomen und Atembeschwerden beginnt. Sie sollen sich im Verdachtsfall möglichst schnell aus eigenem Antrieb in ärztliche Behandlung begeben und enge körperliche Kontakte zu anderen Menschen meiden. Einige Airlines sind bereits dazu übergegangen, an den Flughafen-Terminals Ärzte zu postieren, die beim Einchecken von Fluggästen auf Krankheitssymptome achten.

          Mundschutz

          Um eine eigene Erkrankung zu vermeiden, schützt sich das Personal der Airlines im Zweifelsfall mit Mundschutz und Einweghandschuhen. Die Flugbegleiter etwa der Lufthansa wurden auf diesen Ernstfall vorbereitet. Sie sollen den Passagier im Verdachtsfall getrennt setzen und bei Bedarf auch an die in der Nähe sitzenden Fluggäste Mundschutz-Masken verteilen. Vor der Landung informiert die Crew die Flughafenbehörden, damit Vorkehrungen für die weitere Behandlung des Patienten getroffen werden können.

          Quarantäne

          Direkt nach der Landung wird eine ärztliche Untersuchung angeordnet. Am Flughafen Frankfurt Rhein-Main steht für die erste Behandlung eine eigene Flughafenklinik zur Verfügung. SARS-Patienten werden so schnell wie möglich von ihrer Umwelt abgeschottet. Die übrigen Fluggäste müssen aus Sicherheitsgründen zwei Wochen lang mit den Gesundheitsbehörden in Kontakt bleiben. Während der Quarantäne wird durch Luftschleusen verhindert, dass die Krankheit vom Patienten an die Außenwelt gelangen kann. Das medizinische Personal hüllt sich in Schutzkleidung mit Brillen, Hauben und Masken. Mangels solcher Vorkehrungen erkrankten bereits zahlreiche Familienangehörige und Freunde von SARS-Patienten sowie Ärzte und Pfleger.

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