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Italien : Alle Wege führen durch Rom

  • -Aktualisiert am

Ein Augenblick in Rom Bild: LOCALIKE Roma

Immer auf der Höhe der Mahlzeit: Wer Rom kennt und trotzdem was Neues sehen möchte, findet bei Localike Rom eine gute Adresse

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          Manchmal ist es ja so: Man hat einen wichtigen Vormittagstermin in Rom, aber der preiswerteste Rückflug geht erst am nächsten Morgen. Der restliche Tag ist also frei, und man hat endlich einmal Zeit, die alte, ewige Stadt auf eigene Faust zu entdecken. Also, los geht’s: kurz noch im Touri-Laden einen dieser bebilderten Stadtführer kaufen und dann rein in den Trubel. Irgendwas Außergewöhnliches wird man schon finden. Am besten gar nicht groß danach suchen, sich einfach treiben lassen . . .

          Manchmal kann das gutgehen. Meistens tut es das aber nicht. Denn wer sich in Rom „einfach so treiben“ lässt, kommt häufig da raus, wo all die anderen auch schon sind. Deswegen braucht es gerade bei einem kurzem Aufenthalt Planung. Am besten eine sehr gute Planung.

          Das New Yorker Startup Localike hat sich daher auf maßgeschneiderte Tagesprogramme für hochbeschäftigte Stippvisitler spezialisiert: Gegen eine Gebühr von 99 Euro kann man auf ihrer Website eine halbe Stunde lang einen detaillierten Fragebogen ausfüllen, besondere Interessengebiete (Schwimmbad, Teeverkostung, Fußballspielbesuch und so weiter) angeben und zwischen verschiedenen Präferenzen auswählen („Shoppen“, „Gourmet“ oder „People Watching“), und bekommt dann innerhalb kurzer Zeit zwölf bis vierzehn Vorschläge für besondere Aktivitäten und ausgefallene Sehenswürdigkeiten zugeschickt. Zehn Prozent der Vorschläge kann man ablehnen und neue Tipps anfordern. Außerdem direkt und unkompliziert Reservierungsanfragen für Restauranttische und Theaterbesuche abschicken. Den digitalen Reiseplan kann man sich auf das Smartphone laden und nun mit Hilfe von Googlemaps die Strecke im eigenen Tempo ablaufen, je nach Belieben dort länger verweilen, hier abkürzen.

          Die richtige Dosis Kultur

          Die Idee funktioniert, weil das (zugegebenermaßen nicht ganz preisgünstige) Programm von absoluten Kennern der Gegend zusammengestellt wird. In Rom wird der Localike-Ableger von einem schweizerisch-österreichischen Duo geleitet, das über ein breites Netzwerk von Scouts verfügt. Ursula Prügger, eine der beiden Leiterinnen, wohnt schon seit fünfundzwanzig Jahren in der Stadt, hat einige Zeit als Sommelière gearbeitet und steht mehreren Restaurant-Jurys vor. Sie kennt nicht nur das beste Tartar-Restaurant in Trastevere („Latteria“, in der Vicolo della Scala 1), sondern auch eine Enoteca in Monti, in der man sich durch Dutzende biologische Weine probieren kann. Außerdem kennt sie Eisdielen mit hundert laktosefreien Sorten und eine Cafébude am Tiber, an der die Römer an heißen Tagen eine Mischung aus Eistee und Fruchtsaft zu sich nehmen.

          Neue Eindrücke in Rom

          Neben dem Kulinarischen bietet Localike aber auch die richtige Dosis Kultur: nicht die abgelatschten Evergreens aus den bebilderten Stadtführern, sondern allerhand wirkliche Besonderheiten hinter der nächsten Ecke, hinter die man sonst nie geschaut hätte. Erst ein kleines Tempelchen auf dem Gianicolo, gleich hinter der Fontana Paola – wenn vorher nicht, so jetzt bekannt geworden durch die Anfangssequenz aus der römischen Stilkomödie „La Grande Belezza“–, das dort steht, wo angeblich der Apostel Petrus gekreuzigt worden sein soll.

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