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Kulinarische Reisen : Wo Gourmets ihre Gaumen kitzeln

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Wer im Urlaub seinen Gaumen kitzeln will, der kann dies nicht nur in Frankreich tun

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          In direkter Nachbarschaft zu den sternengeschmückten Gourmetrestaurants im Elsaß hat sich der Schwarzwald zur Top-Region für Feinschmecker entwickelt. Über zehn der besten Köche Deutschlands wirken hier, allein Baiersbronn kann mit der "Schwarzwaldstube" und dem "Bareiss" zwei Spitzenrestaurants vorweisen. Etwas weniger nobel, aber ebenso lecker lässt sich die badische Küche in Müllheim verkosten. Die Stadt im Herzen des Markgräflerlandes veranstaltet seit 20 Jahren im Spätherbst "Kulinarische Ferienwochen". Die Gäste lassen sich an vier Abenden in vier verschiedenen Gasthöfen das Beste auftischen, was die Küchenchefs zu bieten haben. Sechs Übernachtungen mit Frühstück, fünf Abendessen, einer Weinprobe und einer Ausflugsfahrt kosten 480 Mark.

          Weingenuss mit Gourmetfreuden verbinden sich in Bad Neuenahr-Ahrweiler. In der Rotweinanbaugegend findet jedes Jahr von Januar bis März die kulinarische Veranstaltungsreihe "Gourmet und Wein" statt. Zehn Gastronomen und elf Winzer arbeiten zusammen und bieten über mehrere Wochen optimal aufeinander abgestimmte Menüs an. Eine Übernachtung mit Gourmet- und Weinmenü kostet ab 300 Mark.

          Schleswig-Holstein Gourmet-Fetsival

          Seit über einem Jahrzehnt zelebriert Deutschlands nördlichstes Bundesland die hohe Küchenkunst beim "Schleswig-Holstein Gourmet-Festival". Von Herbstbeginn bis zum 19. Februar 2002 bereiten in gut einem Dutzend Spitzenrestaurants kreative Gastköche aus ganz Deutschland zusammen mit ihren örtlichen Kollegen verführerische Menüs aus schleswig-holsteinischen Produkten. Dem Lamm - allein in Nordfriesland werden 100.000 Schafe gehalten - sind im Juni die nordfriesischen Lammtage gewidmet. Beim Züchter auf der Hallig und auf Bauernmärkten erfährt der Interessierte alles über Schafe und kann Leckereien vom Lamm probieren.
          Von den Deichen der Nordsee zu den Bergen der Alpen: Gemeinsam ist den Regionen, dass sie den unverfälschten Geschmack und die Güte heimischer Produkte wieder entdeckt haben. Vorreiter in Bayern war Alfons Schuhbeck, der sich im Chiemgauer Dorf Waging am See den Titel "weißblauer Schmankerlkönig" erkochte. Heute hat er nur wenige Kilometer entfernt Gesellschaft von Heinz Winkler bekommen, der in Aschau kreative Kreationen auf die Teller seiner Gäste bringt.

          Tiroler Wirtshauskultur

          Gourmets setzen die Reise in Richtung Süden fort. In Tirol empfiehlt sich die Einkehr bei einem Wirt, der sich der Initiative "Tiroler Wirtshauskultur" angeschlossen hat. Nur frische, heimische Produkte verarbeiten die Köche. Im Gasthof Enzian in Tannheim stehen dann beispielsweise Keulensteak vom Tannheimer Berglamm und mit Bergkäse gefüllte Spinatkäseknödel auf der Speisekarte. Wo die Lämmer weiden, zeigt der Wirt Johann Gehring seinen Gästen bei einer Wanderung.

          Das Markenzeichen "Grüne Haube" kennzeichnet in der Steiermark knapp drei Dutzend Restaurants, die nur Produkte aus biologisch kontrolliertem Anbau und artgerechter Tierhaltung verwenden, zum Beispiel Styria-Beef und steirischer Ziegenkäse.

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